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Schlagwort: Ausbildung

Azubibotschafter im Einsatz an einer Tostedter Schule am 15.01.2026

Auf Augenhöhe: Unsere Azubis als IHK-Ausbildungsbotschafter in Tostedt

Am 15. Januar 2026 wurde die Schule am Düvelshöpen in Tostedt zur Bühne für junge Talente: Unsere beiden Azubis Dominic Maack und Dustin Schweimler waren als offizielle IHK-Ausbildungsbotschafter im Einsatz und haben rund 50 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9 und 10 gezeigt, was eine Ausbildung im Tiefbau wirklich bedeutet. Authentisch, ehrlich und auf Augenhöhe.

Was sind IHK-Ausbildungsbotschafter?

Das Projekt der Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg verfolgt ein klares Ziel: Mehr junge Menschen für die duale Ausbildung zu begeistern. Auszubildende aus verschiedenen IHK-Berufen besuchen Schulen und berichten über ihren Ausbildungsalltag sowie über Vorteile und Herausforderungen der beruflichen Bildung. Was dieses Format so besonders macht? Die Botschafter sprechen die Sprache der Schülerinnen und Schüler – keine theoretischen Vorträge, sondern echte Erfahrungen aus erster Hand.

Bevor es in die Schulen geht, durchlaufen die Auszubildenden ein zweitägiges Seminar, in dem sie fachlich und methodisch auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Dort lernen sie unter anderem Präsentationstechniken, erweitern ihr Wissen über das duale Ausbildungssystem und bereiten ihre individuellen Vorträge vor.

Ein Tag voller Einblicke: Der Einsatz in Tostedt

Um 9:45 Uhr trafen sich Dominic und Dustin gemeinsam mit fünf weiteren Ausbildungsbotschaftern von verschiedenen Unternehmen am Haupteingang der Schule. Nach einer kurzen Vorbereitung startete um 10:10 Uhr die zentrale Begrüßung in der Aula. Dann ging es in die Praxisphase: In drei parallelen Räumen präsentierten die Azubi-Teams ihre Berufe – jeweils zwei Mal, um möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Dominic und Dustin bildeten zusammen mit zwei Azubis des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Lüneburg ein Team. Gemeinsam zeigten sie den Jugendlichen, wie vielfältig die Berufswelt ist: vom Tiefbau bis zur Verwaltung.

Authentische Einblicke in den Tiefbau

Was macht die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter bei der Tief- und Rohrleitungsbau Wähler GmbH & Co. KG so besonders? Wie sieht ein typischer Arbeitstag auf der Baustelle aus? Und welche Karrierechancen gibt es nach der Ausbildung? Diese und viele weitere Fragen beantworteten Dominic und Dustin in ihrer Präsentation.

Wie das Programm ankam? Dominic fasst es so zusammen: „Ich finde das Programm richtig cool! Die Schüler sind viel offener, wenn jemand in ihrem Alter erzählt. Die haben echt viele Fragen gestellt und man merkt direkt, wie Vorurteile abgebaut werden. Das kam mega gut an!“

Die Schülerinnen und Schüler hörten nicht nur zu, sondern stellten auch viele Fragen: Von der körperlichen Belastung über Verdienstmöglichkeiten bis hin zu Weiterbildungschancen – die beiden Wähler-Azubis gaben ehrliche Antworten und nahmen den Jugendlichen mögliche Vorurteile gegenüber Handwerksberufen.

Warum Ausbildungsbotschafter so wichtig sind

Das Besondere am Ausbildungsbotschafter-Projekt: Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein authentisches Bild vom System der beruflichen Bildung und der Welt der Ausbildungsberufe. Keine Personalverantwortlichen, keine Lehrer – sondern junge Menschen, die vor nicht allzu langer Zeit selbst noch auf der Schulbank saßen und sich die gleichen Fragen gestellt haben.

Nach rund vier Stunden intensiver Präsentationszeit und vielen Gesprächen folgte um 13:10 Uhr ein internes Feedback mit der IHK-Betreuerin Annette Lang. Hier konnten die Ausbildungsbotschafter ihre Erfahrungen reflektieren und voneinander lernen.

Unser Fazit: Eine Win-Win-Situation

Für Dominic und Dustin war der Einsatz in Tostedt nicht nur eine Möglichkeit, ihren Beruf zu präsentieren – sie haben auch selbst viel mitgenommen: Präsentationskompetenz, Selbstbewusstsein und die Erkenntnis, dass ihre Arbeit wichtig ist und geschätzt wird.

Würden sie es weiterempfehlen? Dominic antwortet klar: „Auf jeden Fall! Du lernst dabei so viel – vor Leuten sprechen, selbstbewusst auftreten. Das hilft dir auch später im Job. Außerdem macht es Spaß zu zeigen, was man drauf hat!“

Gleichzeitig profitieren die Schülerinnen und Schüler von Einblicken, die kein Berufswahltest der Welt liefern kann. Sie sehen echte Menschen, die mit Begeisterung von ihrer Ausbildung erzählen – und genau das kann der entscheidende Impuls sein, den eigenen Weg zu finden.

Wir sind stolz auf Dominic und Dustin und freuen uns auf viele weitere Einsätze unserer Ausbildungsbotschafter!

Milena Milkert

Mein Weg bei der Seier Holding – Ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Im Jahr 2021 habe ich bei der Firma Wähler meine Ausbildung zur Industriekauffrau begonnen und was soll ich sagen: die letzten 4,5 Jahre waren eine echte Reise. Nach den ersten drei Jahren als Azubine bei Firma Wähler habe ich im Marketing bei der Seier Holding meinen Platz gefunden und in dieser Zeit unglaublich viel lernen und erleben dürfen.

Während meiner Ausbildung durfte ich verschiedene Abteilungen kennenlernen: Vom Personalservice über das technische Sekretariat und die Kalkulation bis hin zum Lager in Bremervörde und der Finanzbuchhaltung.  Es gab immer wieder neue, spannende Aufgaben. Besonders gefreut hat es mich, dass ich nach dem Abschluss meiner Ausbildung im Juni 2024 ins Marketing-Team gewechselt bin. Hier konnte ich direkt Verantwortung übernehmen und an großen Projekten mitwirken. Zu den Highlights gehörten der Azubi-Stand bei der IRO, die Planung und Umsetzung der Sail in Bremerhaven und viele weitere spannende Projekte, die mir richtig viel Spaß gemacht haben. Und die mir vor allem gezeigt haben: Man vertraut mir und weiß welche Stärken ich habe und was in mir steckt.

Nun ist es aber so weit: Zum 31. Dezember werde ich die Seier Holding verlassen und einen neuen Abschnitt in meinem Leben starten. Es fällt mir nicht leicht. Ich verabschiede mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich habe hier so viele tolle Menschen kennengelernt, in einem großartigen Team gearbeitet und unglaublich viel gelernt. Ich werde meine Kolleginnen und Kollegen sehr vermissen.

Aber wie heißt es so schön? „Man sieht sich immer zweimal im Leben.“ Die Zeit bei der Seier Holding werde ich auf jeden Fall nicht missen wollen, und wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja irgendwann wieder.

Ein riesengroßes Dankeschön an alle, die mich in den letzten 4,5 Jahren begleitet und unterstützt haben. Ich nehme viele wertvolle Erinnerungen mit und ich bin sehr dankbar für diese Zeit. Jetzt ist es Zeit, neue Herausforderungen anzunehmen, aber die Erfahrungen, die ich hier sammeln durfte, werde ich immer in meinem Herzen tragen.

Neue Gesichter, starke Teams: Azubi-Einführung bei Wähler und Kuhlmann

Die neuen Azubis von Wähler und Kuhlmann starteten mit den Azubi Einführungstagen in ihre Ausbildung. Neue Gesichter, spannende Eindrücke und jede Menge Teamgeist, mit genau dieser Mischung gingen die Auszubildenden der Kuhlmann Leitungsbau GmbH und der Wähler Tief und Rohrleitungsbau GmbH und Co. KG in ihre ersten gemeinsamen Tage. Es erwartete sie ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Highlights und spannenden Themen.

Die Kuhlmann Azubis starteten bereits am Sonntagabend in Lüneburg in ihre Einführungstage. Nach der Begrüßung stand ein gemütlicher Pizzaabend auf dem Programm, bei dem offene Fragen geklärt und die ersten Kontakte geknüpft wurden – ein wichtiger Grundstein für die kommenden Wochen und die zukünftige Zusammenarbeit.

Am nächsten Morgen fiel dann auch für die Wähler Azubis in Bremervörde der Startschuss. Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführung und das Personalmanagement lernten sie das Unternehmen in einer kurzen Präsentation kennen und richteten anschließend ihre neuen Tablets ein, die sie künftig in der Berufsschule unterstützen werden.

Obwohl sich die Gruppen an unterschiedlichen Standorten befanden, liefen viele Programmpunkte parallel. Beide Teams erfuhren viel über die Sicherheitsstandards, Regeln und Erwartungen innerhalb der Seier Gruppe und konnten vor allem eines tun: Fragen stellen, sich austauschen und miteinander ins Gespräch kommen.

Neben dem informativen Teil kam der Spaß keineswegs zu kurz. Am Montagnachmittag wurde es bei Wähler in Bremervörde sportlich: Am Vörder See duellierten sich die Azubis beim Frisbeegolf, Buzzer Quiz mit Wissensfragen und einem Geschicklichkeitsparcours. Dabei waren Teamarbeit, Konzentration und Kreativität gefragt. Gleichzeitig wartete auf die Kuhlmann Azubis in Lüneburg ein großes Highlight: eine Kanutour über elf Kilometer auf der Ilmenau. Das Team meisterte die Strecke mit Bravour und bewies echten Zusammenhalt.

Einmal lächeln für die Kamera!

Am Abend erwartete die Wähler Azubis ein Grillbuffet, während die Kuhlmann Azubis zum Abendessen mit der Geschäftsführung eingeladen waren. In den Unterkünften angekommen, traten die Azubis beider Tiefbauunternehmen in der Reihenfolge Challenge gegeneinander an. Nach einem spannenden Duell konnte sich Team Wähler den Sieg sichern.

Am letzten Tag stand für beide Gruppen die Vertiefung von Grundlagenwissen im Mittelpunkt. In Lüneburg nahmen die Kuhlmann Azubis an verschiedenen Workshops mit ihren Ausbildern Alexander Schaak, Ali Kabak und Holger Ohse teil. Dort erweiterten sie ihr Wissen zu Bau und Materialkunde, Werkzeughandhabung, Abrechnung und Erster Hilfe – inklusive Mini Bagger Training. Parallel dazu erhielten die Wähler Azubis spannende Einblicke in Abrechnungsarten, Ausbildungsregeln und wichtige Dos and Donts im Berufsalltag.

Zum Abschluss fanden Feedbackrunden statt, in denen die Azubis ihre Eindrücke teilen konnten. Die Resonanz war eindeutig: tolle Organisation, abwechslungsreiche Tage und ein richtig gelungener Start in die Ausbildung.

Die Azubi-Einführungstage im Retro-Look:

Ausbildungsbeginn BHK 2025

Ausbildungsstart bei der BHK 2025

Am 4. August 2025 war es für acht neue Auszubildende der BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG nun auch endlich so weit: Nach dem offiziellen Ausbildungsstart am 1. August 2025 kamen alle am Montag zusammen und lernten sich im Rahmen des Azubieinführungstags kennen.  

Dieser Montag am Bremer Standort begann nicht nur mit vielen neuen Gesichtern, sondern auch mit einem intensiven und abwechslungsreichen Einstieg in die Ausbildung. Am ersten Tag der neuen Azubis aus Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Schwerte stand vor allem eines im Vordergrund: das gegenseitige Kennenlernen und ein angenehmer Start in das Berufsleben.  

Nach einem gemeinsamen Frühstück und ersten Kennenlernspielen erwartete die neuen Teammitglieder ein spannendes Programm: In informativen Vorträgen erhielten sie Einblicke in die Struktur der Unternehmensgruppe sowie in die spezifischen Aufgabenbereiche der Firma BHK. Ein besonderes Highlight war dabei für viele die symbolische Übergabe der Arbeitskleidung sowie die Ausstattung mit Tablets und Laptops – ein wichtiger Schritt in das verantwortungsbewusste Berufsleben und auch in Richtung Digitalisierung. Die Geräte unterstützen nämlich nicht nur die digitale Zeiterfassung und Baustellendokumentation, sondern ersetzen künftig auch das klassische Berichtsheft. 

Ein zentrales Thema des Tages war zudem die Arbeitssicherheit. Geschäftsführer Robert Hormann persönlich übernahm die Sicherheitsunterweisung und richtete motivierende Worte an die neuen Nachwuchskräfte. Eine kurze Einführung in das Werkzeug für die anstehenden überbetrieblichen Lehrgänge rundete den ersten fachlichen Einblick ab. Den Abschluss bildete ein kleines Fotoshooting – festgehalten wurden dabei nicht nur neue Gesichter, sondern auch der Stolz und die Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben.  

Henrike Luther auf Malta

Henrike auf Malta – als Europakauffrau um die Welt

Henrike macht eine 3-jährige Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der Cuxland Ferienparks GmbH. Zusätzlich zu ihrer Ausbildung hat sie sich für die Weiterbildung zur Europakauffrau entschieden. Im Zuge der Weiterbildung hat sie ein Auslandspraktikum auf Malta absolviert. In den folgenden Audios berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Was hat dich dazu inspiriert, die Weiterbildung zur Europakauffrau anzugehen? Gab es einen bestimmten Auslöser?

Am Anfang des ersten Lehrjahrs hat meine Schule die Weiterbildung zur Europakauffrau in der Klasse vorgestellt. Ich fand es hat sich sehr interessant angehört und das Auslandspraktikum war natürlich auch ein Anreiz die Weiterbildung zu machen.

Für die Weiterbildung stand ein Auslandspraktikum an, und du hast dich für Malta entschieden. Warum gerade Malta?

Für die Planung des Praktikums habe ich mich an die Organisation „Europe for you“ gewendet und dort konnte man zwischen verschiedenen Ländern wählen. Ich hab mich für Malta entschieden, weil ich dort noch nie war und das Klima mich sehr angesprochen hat.

Wie hast du dich auf dein Abenteuer in Malta vorbereitet, und mit welchen Erwartungen bist du ins Praktikum gestartet?

Durch die Organisation war die Planung für mich sehr leicht. Sie haben sich von der Unterkunft, über die Versicherung bis zum Praktikumsplatz um alles gekümmert. Es war auch sehr schön die Organisation zu haben, da ich mich immer an sie wenden konnte auch wenn ich mal Probleme hatte.

Was waren die größten Herausforderungen während deines Praktikums auf Malta, und wie hast du sie gemeistert?

Richtige Herausforderungen gab es für mich nicht auf Malta, da sich wirklich alle sehr gut um mich gekümmert und mir geholfen haben, wenn ich mal Hilfe brauchte. Neu für mich war aber Ausflüge alleine zu machen in einer fremden Gegend und auf einer fremden Insel.

Welche Aufgaben hast du auf Malta übernommen? Erzähl uns ein bisschen von deinem Arbeitsalltag dort.

Während meines Praktikums war ich an einer Rezeption und in der Verwaltung einer Sprachschule.
Dort habe ich viele Fragebögen und Bewertungsbögen ins System übertragen. Ich
hab Nachmittagsveranstaltungen für die Sprachschüler ins System übertragen und
abgerechnet, ich habe Lernmaterial für die Lehrer kopiert und bereitgestellt
und Zertifikate für die Sprachschüler ausgedruckt und erstellt.

Welche Fähigkeiten und Kenntnisse konntest du während des Praktikums besonders vertiefen, und wie helfen sie dir jetzt im Arbeitsalltag?

Ich konnte meine Englischkenntnisse verbessern und lernen, wie ich mich auf einer
anderen Sprache verständigen kann. Dadurch hat sich mein Selbstbewusstsein gestärkt.
Das wird mir denke ich auch in Deutschland sehr helfen.


Hast du kulturelle Unterschiede auf Malta bemerkt, und wie bist du damit umgegangen?

Ein kultureller Unterschied der mir stark aufgefallen ist, war das wirklich alle zu spät gekommen sind. Immer wenn man einen Termin hatte musste man nicht rechtzeitig da sein, weil wirklich immer alle 10 Minuten, wenn nicht sogar mehr, zu spät waren.

Inwiefern hat dich dein Arbeitgeber finanziell beim Auslandspraktikum unterstützt, und hatte das einen Einfluss auf deine Entscheidung, nach Malta zu gehen?

Das Auslandspraktikum wurde vom Erasmus Programm der EU unterstützt und somit hab ich Geld für die Unterkunft etc. bekommen. Und von meinem Arbeitgeber habe ich weiterhin mein monatliches Gehalt bekommen, womit ich mich dann auf Malta verpflegen konnte.


Du hast in deiner Freizeit dort bestimmt viel unternommen – was hat dir auf Malta
am meisten gefallen und würdest du gerne nochmal zurück?

Ich habe auf Malta ziemlich viel unternommen. Ich hab zum Beispiel die Nachbarinseln Comino und Gozo besichtigt. Ich hab die blaue Grotte besichtigt und war in der blauen Lagune schwimmen. Außerdem hab ich die Städte Mdina und Valetta besichtigt und war beim St. Peter´s Pool, ein Strand der sehr bekannt fürs Klippen springen ist. Ich war viel schwimmen und hab hab noch weitere Strände besichtigt und war dort schwimmen. Wahrscheinlich würde ich nicht nochmal wiederkommen, weil Malta doch sehr bebaut und auf den Tourismus ausgelegt war. Das hat mir nicht so gut gefallen. Aber das Meer war sehr schön und man konnte super gut drin schwimmen.

Welche Tipps würdest du anderen geben, die auch ein Auslandspraktikum planen? Was sollte man unbedingt beachten?

Wenn ihr auch ein Praktikum über das Erasmus Programm machen wollt, dann würde ich mich auf jeden Fall an die Organisation wenden. Die hat mir wirklich einiges erleichtert und ich konnte mich immer an die wenden. Sowohl in Deutschland, als auch im Ausland.

Würdest du die Weiterbildung zur Europakauffrau weiterempfehlen?

Auf der einen Seite würde ich die Weiterbildung empfehlen, weil sie relativ leicht zu machen ist. Auf der anderen Seite war es auf meiner Schule noch sehr unorganisiert und deswegen manchmal ein bisschen chaotisch. Aber ich bin trotzdem froh, dass ich mich dazu entschieden hab und die Weiterbildung mache.


Justin Hoekstra: Vom Kindheitstraum zur IT-Leidenschaft

Nach der Vorstellung von Nadine Schütt, die mit viel Lebenserfahrung den Sprung in die IT gewagt hat, möchten wir heute Justin Hoekstra ins Rampenlicht rücken. Justin absolviert bei der Datacon GmbH & Co. KG derzeit die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Er zeigt, dass es auch als junger Berufseinsteiger möglich ist, sich schnell in einem neuen Umfeld zurechtzufinden und mit Begeisterung neue Herausforderungen anzugehen.

Auszubildener Justin Hoekstra
Justin Hoekstra macht die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei der Datacon GmbH & Co. KG in Bremerhaven – Foto: Seier Holding GmbH & Co. KG

Auch Justin hat seine ersten Wochen bei DATACON erfolgreich gemeistert und ist bereits jetzt ein wertvolles Mitglied unseres Teams. Er schwärmt von der herzlichen Aufnahme, die ihm das Gefühl gegeben hat, von Anfang an voll integriert zu sein. „Ich war überrascht, wie schnell ich mich als Teil des Teams gefühlt habe“, erzählt Justin. Die schnelle Eingewöhnung hat ihm geholfen, direkt Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in die Arbeit einzubringen.

Während Nadine in ihrer Kindheit noch keine klare Vorstellung von ihrem späteren Berufsweg hatte, träumte Justin damals von den typischen „Heldenberufen“ wie Polizist oder Feuerwehrmann. Doch mit der Zeit wuchs seine Faszination für die IT, eine Branche, die sich ständig weiterentwickelt und immer neue Technologien hervorbringt. Diese Dynamik und das unaufhörliche Lernen neuer Dinge begeistern ihn bis heute. Für Justin steht fest: In der IT wird es nie langweilig, und genau das ist es, was ihn antreibt.

Teamgeist und soziale Kompetenz

Justin ist nicht nur fachlich auf der Höhe, sondern überzeugt auch durch seine soziale Kompetenz. Er versteht es, mit allen gut auszukommen, selbst wenn die Persönlichkeiten im Team unterschiedlich sind. „Es ist nicht immer einfach, aber ich versuche, das Beste aus jeder Situation zu machen und den Fokus auf das gemeinsame Ziel zu richten“, sagt Justin. Diese Fähigkeit, in einem Team erfolgreich zu arbeiten und Herausforderungen mit einer positiven Einstellung zu meistern, macht ihn zu einem geschätzten Kollegen.

Auch in seiner Freizeit setzt Justin auf einen ausgewogenen Lebensstil. Sport ist für ihn ein wichtiger Ausgleich zur Arbeit – ob beim Joggen, im Fitnessstudio oder auf dem Fußballplatz. Abends entspannt er gerne bei einem Film oder unternimmt etwas mit Freunden. Diese Balance zwischen Aktivität und Entspannung hilft ihm, immer wieder neue Energie zu tanken.

Justin Hoekstra verbringt seine Pausen gerne mit Kolleginnen und Kollegen am Kickertisch – Foto: Seier Holding GmbH & Co. KG

Tipps für angehende Informatiker

Und für alle, die ebenfalls eine Karriere in der IT anstreben hat unser Justin hat einen wertvollen Rat: „Ein Fachabitur im IT-Bereich ist eine hervorragende Grundlage. Es bietet die Möglichkeit, verschiedene Facetten der IT zu entdecken und erste praktische Erfahrungen zu sammeln.“ Er selbst hat diesen Weg gewählt und ist überzeugt, dass diese Kombination aus Theorie und Praxis der Schlüssel zum erfolgreichen Einstieg in die IT-Welt ist.

Justin Hoekstra zeigt, dass man als junger Mensch mit der richtigen Einstellung und einem klaren Ziel vor Augen viel erreichen kann. Wir sind stolz darauf, ihn in unserem Team zu haben, und freuen uns darauf, gemeinsam mit ihm die nächsten Schritte in seiner beruflichen Laufbahn zu gehen.

Vielen Dank, Justin, für deine inspirierende Geschichte!

Azubis und Studenten der Seier Holding GmbH & Co. KG auf Erkundungstour

Abenteuer, Teamwork und jede Menge Spaß – so lässt sich unser Azubi-Ausflug nach Helgoland am 05.06.2024 am besten beschreiben. Gemeinsam mit unseren Ausbildungsverantwortlichen machten wir uns um 9:30 Uhr auf den Weg von Cuxhaven zur Insel Helgoland. Was wir dort alles erlebt haben, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Azubis und duale Studenten der Seier Gruppe vor den Klippen Helgolands
Die Gruppe Robben-Rebellen vor den Klippen Helgolands. Foto: Seier GmbH & Co. KG

Trotz des hohen Wellengangs und der schaukeligen Schiffsüberfahrt mit dem Katamaran, ließen wir uns die gute Laune auf der knapp 2 stündigen Fahrt nicht nehmen.

Nach unserer Ankunft auf Helgoland wurden wir in zwei Teams aufgeteilt und erfuhren von der bevorstehenden Challenge. Unsere Aufgabe bestand darin, verschiedene Herausforderungen an den Sehenswürdigkeiten der Insel zu meistern und diese mit Fotos oder Videos festzuhalten. Von einer Robbenbesichtigung bis hin zum Nachstellen einer Filmszene – die Aufgaben waren äußerst abwechslungsreich und sorgten für so manchen Lacher innerhalb der Gruppe. Je kreativer und lustiger die Videos waren, desto mehr Punkte sammelte das jeweilige Team und erhöhte somit seine Chance, die Challenge zu gewinnen.

Die Gruppe Leuchtturm-Legenden vor dem Leuchtturm der Insel Helgoland. Foto: Seier GmbH & Co. KG

Die Aufgaben führten uns quer über die Insel, wodurch wir einen großartigen Rundumblick über Helgoland bekamen. Zur Mittagszeit trafen wir uns bei einem Italiener und durften zwischen Pizza oder Pasta wählen.

Die gesamte Gruppe beim gemeinsamen Mittagessen. Foto: Seier GmbH & Co. KG

Steuerfreie Shoppingtouren in den Geschäften Helgolands und ein Eis zum Nachtisch durften selbstverständlich auch nicht fehlen. Zum Abschluss besichtigten wir den Bunkerstollen, der einige spannende Geschichten für uns bereithielt und einen interessanten Abschluss unserer Reise darstellte.

Der duale Student Bjarne Offermann bei der Besichtigung des Bunkerstollens. Foto: Seier GmbH & Co. KG

Um 16:30 Uhr traten wir die Rückreise an und warteten gespannt auf die Ergebnisse der Challenge. Mit einer kleinen Siegerehrung fand der erfolgreiche Tag sein Ende. Unser Azubi-Ausflug nach Helgoland war ein unvergessliches Erlebnis, das uns nicht nur Spaß und Herausforderungen bot, sondern auch unseren Zusammenhalt stärkte. Wir bedanken uns bei unseren Ausbildungsverantwortlichen für die tolle Organisation und freuen uns jetzt schon auf das nächste Event, bei dem wir unseren Teamgeist und unsere Kreativität erneut unter Beweis stellen können.

IRO 2024

Ausbildung oder Studium? Bei uns geht beides!

Heutzutage tun sich viele junge Menschen schwer mit der Entscheidung, was sie nach der Schule machen wollen. Was passt besser zu mir: Ein Studium oder doch lieber eine Ausbildung? Vinzenz von Holten hat erst eine Ausbildung zum Rohrleitungsbauer und anschließend ein duales Studium im Bauingenieurwesen bei Firma Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH & Co. KG gemacht. Im Interview erzählte er uns mehr zu den vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten.

Studium und Ausbildung bei der Seier Gruppe kombinieren
Vinzenz von Holten auf der IRO 2024 in Oldenburg – Foto: Valérie von Glahn, Seier Holding GmbH & Co. KG

Interview: Milena Milkert

Hallo Vinzenz, stelle dich bitte einmal kurz vor.

Hi, ich bin Vinzenz von Holten, 25 Jahre alt und Jungbauleiter bei der Firma Wähler.

Erzähl uns doch ein bisschen von deinem Werdegang. Wie startete deine berufliche Karriere bei Wähler?

2017 habe ich meine Ausbildung zum Rohrleitungsbauer begonnen, die ich 2019 nach zwei Jahren abschließen konnte. Direkt im Anschluss habe ich mein duales Studium im Bauingenieurwesen gestartet und 2023 dann erfolgreich abgeschlossen. Seit Mitte 2023 bin ich nun Jungbauleiter.

Wie kamst du damals auf die Idee eine Ausbildung zum Rohrleitungsbauer zu machen?

Ich habe damals ein Praktikum bei einem Tief- und Rohrleitungsbau-Unternehmen in meinem Ort absolviert. Das hat mir damals dann so gut gefallen, dass ich wusste, dass ich in die Branche möchte.

Was hat dich dann dazu bewegt, deine Karriere bei Wähler zu starten?

Gereizt haben mich vor allem die vielen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die es bei Wähler gibt. Und natürlich auch die vielen besonderen und interessanten Projekte.  

Was war an der Ausbildung zum Rohrleitungsbauer so interessant für dich und wie wurdest du von Wähler dabei unterstützt?

Interessant waren vor allem die vielfältigen Aufgaben, die so bei einer Baustelle auftreten, aber auch der Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Vieles, was man in der Schule gelernt hat konnte ich direkt auf der Baustelle umsetzen und so direkt festigen. Auch durch das totale Vertrauen durch die Kollegen und die Unterstützung in jeglicher Hinsicht konnte ich immer weiter mein Wissen vertiefen.

Vinzenz von Holten bei der Arbeit auf der Baustelle – Foto: Seier Gruppe

Gab es ein Highlight während deiner Ausbildung?

Ich fand es immer sehr interessant, wenn größere und kleinere Maschinen zum Einsatz kamen, die nicht alltäglich waren wie beispielsweise der Einsatz eines Kabelpflugs, HDD-Bohrer oder die Berstlining-Maschine.

Würdest du die Ausbildung zum Rohrleitungsbauer nochmal machen und was sollte man für diese Ausbildung mitbringen?

Ja ich würde sie immer wieder nochmal machen, auch in diesem System. Vorteil hierbei ist, dass das gelernte in der Praxis auf der Baustelle direkt umgesetzt werden kann. Wenn man diese Ausbildung machen möchte, dann sollte man definitiv motiviert, zuverlässig und wissbegierig sein. Wenn man diese Voraussetzungen erfüllt, dann steht einer erfolgreichen Ausbildung kaum noch was im Wege. (lacht)

Im Anschluss an deine Ausbildung hast du 2019 mit dem dualen Studium im Bauingenieurwesen begonnen. Wie kam es dazu? War das von Anfang an so geplant?

Der Anfangsplan war, dass ich nach meinem Abitur direkt in ein Studium gehe. Ein Glück hat Lars von Döhlen, Leiter im Bereich Technik und Bau, mich damals davon überzeugt, zuerst eine Ausbildung und dann das Studium zu absolvieren. Somit konnte ich für die Theoriesemester und Praxissemester einiges Gelerntes aus der Ausbildung nutzen und hatte einen deutlichen Vorteil anderen Studierenden gegenüber. Vor allem bei Fächern wie Baustofflehre, Geotechnik oder Siedlungs- und Abwasserwirtschaft konnte ich mein erlerntes Wissen aus der Ausbildung nutzen.

Inwiefern wurdest du von Wähler bei deinem dualen Studium unterstützt?

In jeglicher Hinsicht wurde ich unterstützt, wenn es mal Probleme gab, dann wurden diese besprochen und immer die bestmögliche Lösung für beide Seiten gefunden. Es fanden auch regelmäßige Austauschgespräch statt, so dass alle immer auf dem aktuellsten Stand waren.

Was gefiel dir am besten am Studium?

Am besten gefielen mir die praxisbezogenen Fälle und auch die Experimente und Versuche die wir durchgeführt haben fand ich sehr spannend.

Welche Unterschiede hast du zwischen der Ausbildung und dem Studium bemerkt?

Der Lerninhalt vom Studium ist deutlich anspruchsvoller, da es dort einfach noch mehr in die Tiefe geht. Im Betrieb haben sich dann die Seiten der Tätigkeiten geändert. Stand ich während der Ausbildung noch in der Grube, saß ich während des Studiums dann die meiste Zeit am Schreibtisch.

Nun bist du seit kurzem mit deinem Studium fertig und kannst dich nun Jungbauleiter nennen. Glückwunsch dazu! Wie sieht dein Arbeitsalltag inzwischen aus? Gib uns bitte einen kurzen Einblick.

Ich arbeite zur Zeit noch als Jungbauleiter und habe schon einige Kolonnen und Baustellen, die ich plane, durchführe, betreue und abrechne. Außerdem habe ich Kontakt zu Auftraggebern und Personalverantwortung.

Welche Ratschläge würdest du anderen jungen Menschen geben, die eine ähnliche Ausbildung und/oder Studium in Erwägung ziehen wollen?

Man sollte Bock haben, in einem tollen Team zusammenzuarbeiten, Lernbereitschaft mitbringen. Spaß am Arbeiten in der Natur und auch ein wenig mathematisches Geschick schaden nicht.

Vielen Dank an Vinzenz für den tollen Einblick in deinen Werdegang bei Firma Wähler!

Wenn du mehr Interesse an einem dualen Studium im Bereich BWL hast, dann schau doch mal hier: https://seier-azubi.de/biljana-scholz-duales-studium-bwl/

Peer Mikoleit – bester Azubi seines Jahrgangs

Peer Mikoleit hat im März 2023 seine Ausbildung zum Rohrleitungsbauer als Bester seines Jahrgangs abgeschlossen. Er war der Beste von 40 Auszubildenden der IHK Lüneburg/Wolfsburg. In diesem Beitrag lässt er uns an seinem bisherigen Weg bei WÄHLER teilhaben und berichtet über seine Zukunft im Unternehmen. Zudem spricht Peer über seinen Einsatz als freiwilliger Helfer im Ahrtal nach der Flutkatastrophe.

Peer Mikoleit hat seine Ausbildung zum Rohrleitungsbauer bei der Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH als Bester Azubi seines Jahrgangs abgeschlossen - Foto: Natascha Martin
Peer Mikoleit hat seine Ausbildung zum Rohrleitungsbauer bei der Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH als bester Auszubildender zum Rohrleitungsbauer seines Jahrgangs abgeschlossen – Foto: Natascha Martin

Wie alt bist du und woher kommst du? 

Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Stelle, dass liegt im Süden Hamburgs. 

Was machst du, wenn du nicht gerade im Tiefbau tätig bist?  

In meiner Freizeit gehe ich meistens meinen Hobbys nach. Dazu gehören Bogenschießen und Angeln. 

Wie bist du zu deiner Ausbildung gekommen? 

Ein ehemaliger Mitarbeiter hat mich damals davon überzeugt, ein Praktikum bei WÄHLER zu machen. In meiner Praktikumszeit von 2 Wochen bin ich sehr gut aufgenommen worden und habe schnell gemerkt, dass ich mir eine Zukunft im Unternehmen vorstellen kann. Kurz darauf habe ich meinen Vertrag unterschrieben. 

Wie hast du deine Ausbildungszeit erlebt? Wie wurdest du von WÄHLER unterstützt? 

Meine Ausbildung bei WÄHLER war super. Ich wurde von Anfang an überall unterstützt und habe mich nie allein gelassen gefühlt. Meine Fragen wurden immer beantwortet und Hilfe hat man da bekommen, wo man sie gebraucht hat. Im Ausbildungszentrum hat es mir auch sehr gut gefallen, da die Lehrer einem immer auf Augenhöhe begegnet sind.  

Peer Mikoleit als freiwilliger Helfer im Ahrtal - Foto: Peer Mikoleit

Peer, wir haben erfahren, dass du zweimal nach der Flutkatastrophe im Ahrtal warst und als freiwilliger Helfer vor Ort mitgeholfen hast – Respekt dafür. Wie war es dort und welche Erfahrungen hast du gesammelt? 

Ich habe traurige und schöne Erfahrungen gesammelt. Durch die Flut wurden ganze Existenzen zerstört und die Menschen wussten teilweise nicht mehr weiter. Sie haben aber zusammengehalten und waren überglücklich und dankbar, dass ihnen geholfen wurde. Wir waren zwischenzeitlich bis zu 130 Helferinnen und Helfer und haben dabei geholfen, ganze Weingüter oder Grundstücke von Schlamm zu befreien. Bis heute pflege ich mit einigen noch engen Kontakt.

Als freiwilliger Helfer unterstützte Peer Mikoleit bei den Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe im Ahrtal – Foto: Peer Mikoleit

Warum hast du die Entscheidung getroffen, den Menschen und der Region zu helfen? 

Ich konnte nicht anders, da ich schon immer eine ausgeprägte soziale Ader in mir habe. Ich wollte einfach helfen! Den Anstoß hat jedoch meine beste Freundin gegeben, die vor mir schon einmal dort war. 

Peer Mikoleit (oben, 2. v. l.) mit weiteren Helfern im Ahrtal - Foto: Peer Mikoleit
Peer Mikoleit (oben, 2. v. l.) mit weiteren Helferinnen und Helfern im Ahrtal – Foto: Peer Mikoleit

Wie geht es nach deiner Ausbildung weiter? 

Ich bin zu den Schweißern gewechselt und habe angefangen die Scheine zum Stahlschweißer zu machen. Ich werde nun im Vorrichten angelernt, weil der jetzige Vorrichter nächstes Jahr in Rente gehen wird. Somit zählt zu meinen neuen Aufgaben das Vermessen und Verlegen von Leitungen. 

Hast du dir bestimmte Ziele für deine Zukunft bei WÄHLER gesetzt? 

Klar ist, dass ich mich hocharbeiten und weiterbilden möchte. Mir stehen viele Möglichkeiten offen, da WÄHLER das Thema Weiterbildung fördert. Ich kann den Meister machen, aber kann mir auch noch vorstellen, zu studieren. 

Wem kannst du deine Ausbildung empfehlen? 

Wenn man gerne draußen und im Team arbeitet, dann kann ich die Ausbildung zum Rohrleitungsbauer sehr empfehlen. Man muss ein Teamplayer sein, da auf der Baustelle nichts allein funktioniert und ein guter Teamzusammenhalt ist die Grundlage für das Gelingen eines Projektes. 

Wenn du den neuen Azubis einen Tipp mit auf Weg geben könntest, welcher wäre es? 

Am wichtigsten ist es, dass man seinem Ausbilder gehorcht und ihm vertraut. Zudem sollte man in der Schule nicht den Anschluss verlieren und motiviert sein. 

Was war dein Erfolgsrezept, deine Ausbildung so gut abzuschließen? 

Ich habe mir von Anfang das Ziel gesetzt, dass ich meine Ausbildung sehr gut abschließen möchte und war sehr ehrgeizig. 

Was macht dir am meisten Spaß an deiner Arbeit und motiviert dich jeden Tag aufs Neue? 

Bei uns herrscht ein sehr entspanntes Arbeitsklima und keiner nimmt sich zu wichtig. Es macht Spaß, im Team zusammenzuarbeiten und jeder hat mal einen lockeren Spruch auf Lager. Zudem ist der Beruf des Rohrleitungsbauers sehr abwechslungsreich, denn man ist auf vielen verschiedenen Baustellen unterwegs. 

Peer Mikoleit in seiner Tätigkeit als Tiefbaufacharbeiter - Foto: Natascha Martin
Peer Mikoleit bei der Arbeit als Rohrleitungsbauer – Foto: Natascha Martin

Munkhbat Erdenebat und Tselmeg Baasansuren sind als Auszubildende der Kuhlmann Leitungsbau GmbH im Ausbildungszentrum Bau in Hamburg

Ein buchstäblich langer Weg zu Kuhlmann

Im August starteten viele neue Gesichter ihre Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter bei Kuhlmann. Für zwei von ihnen war die Anreise mit ca. 7000 Kilometern unglaublich lang. Wie das sein kann? Tselmeg Baasansuren und Munkhbat Erdenebat stammen aus der Mongolei und sind extra für die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter nach Deutschland gekommen. Wie es Tselmeg und Munkhbat geht und wie das Projekt zustande kam, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Munkhbat Erdenebat und Tselmeg Baasansuren sind als Auszubildende der Kuhlmann Leitungsbau GmbH im Ausbildungszentrum Bau in Hamburg
Munkhbat Erdenebat und Tselmeg Baasansuren sind als Auszubildende der Kuhlmann Leitungsbau GmbH im Ausbildungszentrum Bau in Hamburg – Foto: Seier GmbH

Vor ein paar Monaten haben wir unsere Kuhlmann-Azubis im AZB Hamburg (Ausbildungszentrum Bau Hamburg) besucht. Bei dieser Gelegenheit hatten wir auch die Möglichkeit, uns mit Tselmeg und Munkhbat zu unterhalten. Für die beiden war es buchstäblich ein langer Weg, bis sie hier bei Kuhlmann gelandet sind. Nicht nur zahlreiche Kilometer, sondern auch viel Zeit haben die beiden auf ihrem Weg zu Kuhlmann investiert. Um die Ausbildung in Deutschland antreten können, haben sie bereits ein Jahr im Vorfeld angefangen, Deutsch zu lernen. Bekanntlich ist eine Fremdsprache ja immer einfacher zu verstehen als zu sprechen. Bei unserem Gespräch wurde aber klar, dass die beiden auch in Sachen Deutsch das Wichtigste schon auf dem Kasten haben.

Interview vom 11.01.2023

Wie alt seid ihr?

„Ich bin 21 Jahre alt.“ – Tselmeg

„Ich bin 23 Jahre alt.“ – Munkhbat

Wie habt ihr von der Organisation erfahren?

„Wir wurden von der Agentur Tuvd kontaktiert.“ – Tselmeg

„Genau, so war es bei mir auch.“ – Munkhbat

Ihr macht die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Rohrleitungsbau. Was genau gefällt euch an dieser Ausbildung?

„Ich glaube alles an dieser Arbeit gefällt mir.“ – Tselmeg

Ihr lebt jetzt mittlerweile schon seit ein paar Monaten in Deutschland. Ist der Unterschied sehr groß?

„Alles ist anders für mich, die neue Kultur, neue Leute und eine neue Gesellschaft.“ Tselmeg

Ihr habt ja bereits vor eurer Ankunft schon einen Deutschkurs gemacht und sprecht mittlerweile schon sehr gut die Sprache. Ist es manchmal trotzdem schwer, sich zu verständigen?

„Manchmal ist es schwer verständlich aber für mich ist das kein Problem, weil mir meine Kollegen helfen und ich kann so mein Deutsch verbessern.“ – Tselmeg

„Wenn wir Probleme haben, dann bekommen wir Hilfe.“ – Munkhbat

Könnt ihr euch vorstellen, dass ihr auch euren Freunden empfehlen werdet, am Projekt teilzunehmen?

„Die Möglichkeit einer dualen Ausbildung gibt es in der Mongolei nicht. Daher werde ich meinen Freunden gerne empfehlen, an diesem Ausbildungsprojekt in Deutschland teilzunehmen.“ – Tselmeg

„Ich habe bereits einen meiner Freunde in der Mongolei dazu gebracht, dass er auch an dem Projekt teilnehmen wird. Er macht gerade noch ein Studium, aber danach möchte er herkommen.“ – Munkhbat

Wisst ihr schon, was ihr nach eurer Ausbildung in Deutschland machen werdet?

„Ich mache eine Weiterbildung oder arbeite in meinem Betrieb.“ – Tselmeg

„Ich auch, ich möchte gerne hierbleiben und auch meinen Meister machen.“ – Munkhbat

Ihr seid so weit gereist. Habt ihr manchmal auch Heimweh?

„Natürlich vermissen wir unsere Familien und Freunde, aber wir sehen sie bei unserer nächsten Heimreise wieder.“ – Tselmeg

Steht schon fest, wann ihr eure Familien sehen werdet?

„Wenn ich Zeit habe, werde ich im August 2024 in die Mongolei fliegen.“ – Tselmeg

Wie lange ist man denn unterwegs, bis man dort ankommt?

„Wir fliegen 12 Stunden und fahren dann noch ein Stück mit dem Auto. Von Deutschland bis in die Mongolei sind es ca. 7.000 Kilometer.“ – Tselmeg

Karte, die den Weg von der Mongolei nach Deutschland aufzeigt.
Tselmeg Baasansuren und Munkhbat Erdenebat haben auf ihrem Weg von Ulaanbaatar (Mongolei) nach Lüneburg ungefähr 7.000 Kilometer hinter sich gelassen – Foto: Seier GmbH

Starke Kontraste zwischen Deutschland und der Mongolei

Dass sich die deutsche und die mongolische Kultur in vielen Dingen unterscheiden, ist bei 7.000 Kilometer Distanz wenig überraschend. Aber wo fällt dieser starke Kontrast besonders auf? Zum Beispiel am Nationalsport. In Deutschland liegt auf Platz 1 wohl wenig überraschend der Fußball. In der Mongolei steht an erster Stelle der Kampfsport, genauer das Mongolische Ringen. Trotzdem üben die beiden in ihrer Freizeit aber einen anderen Sport aus. „Ich spiele schon seit 10 Jahren Basketball“, erzählt Munkhbat. „Und ich seit 5 Jahren“, ergänzt Tselmeg. Auch hier in Deutschland wollen sich die beiden in diesem Jahr einem Basketball-Verein anschließen.

Auch die Esskultur ist eine andere. Die Frage, aus was die Mahlzeiten in der Mongolei für gewöhnlich bestehen, kann Munkhbat schmunzelnd mit einem Wort beantworten: „Fleisch.“ Als vegetarisch oder als vegan lebender Mensch hat man es dort schwer. Das bestätigen auch die beiden Azubis lachend. Egal ob einfach so oder als Füllung in Teigtaschen, das Grundnahrungsmittel hat in fast jedem Gericht Platz. Und weil man mongolische Gerichte nicht gerade im Supermarkt findet, bringt Tselmeg das Stück Heimat in die WG-Küche der beiden Azubis: „Ich koche selbst und höre dabei Musik“, erklärt der 21-Jährige.

In Sachen Tagesablauf dagegen gibt es in der Mongolei wenig Unterschiede zu Deutschland. Aufstehen, Schule, Essen, mit Freunden treffen. Das kennen auch unsere deutschen Azubis. Bei Tselmeg und Munkhbat nahm der Deutschkurs vor ihrer Abreise viel Platz in ihrem Stundenplan ein. Die Sprache können sie mittlerweile sehr gut sprechen, mit dem Verstehen geht es noch besser. Um ihr Deutsch zu verbessern, sehen sie sich Filme mit deutscher Synchronisation an, lesen deutsche Zeitungen oder Bücher mit deutscher Sprache. Sie engagieren sich, um voranzukommen. Nicht nur dafür werden sie hier oft gelobt, auch für ihre Leistungen in der Berufsschule erhalten sie viel Anerkennung. Man merkt schnell, dass ihnen die Ausbildung bei Kuhlmann viel Spaß macht. Munkhbat möchte sogar auch einen seiner Freunde nach seinem Studium nach Deutschland holen, sodass er den gleichen Weg gehen kann, wie er.


Mittlerweile sind sechs Monate seit unserem letzten Besuch vergangen. Wie hat sich das Leben der beiden mongolischen Auszubildenden in Deutschland seitdem verändert? Ziemlich stark, wie wir nach unserer erneuten Unterhaltung festgestellt haben.

Interview vom 13.06.2023

Wie geht es euch jetzt?

„Mir geht es sehr gut.“ – Munkhbat

„Mir auch.“ – Tselmeg

Macht euch die Ausbildung immer noch Spaß?

„Ja, wir sind mittlerweile fest in den Kolonnen angekommen. Ich bin bei Ronny. – Tselmeg

„Ich bin bei Sergej in der Kolonne, dort sind viele Mitarbeiter, die aus anderen Ländern kommen, das ist dann einfacher. Auch die Berufsschule ist immer noch super.“ – Munkhbat

Beim letzten Besuch hattet ihr erzählt, dass ihr mit Basketball hier anfangen wollt, spielt ihr regelmäßig?

„Ja auf jeden Fall.“Munkhbat

„Jeden Freitag sind wir beim Basketball.“Tselmeg

Als Auszubildende habt ihr natürlich auch ganz normal Urlaubsanspruch. Habt ihr denn in diesem Jahr schon Urlaub gemacht?

„Ja, wir sind nach Stuttgart gereist. Dort haben wir einen Freund besucht. Wir sind dort mit dem Zug hingefahren.“ – Munkhbat

Plant ihr denn, den Führerschein zu machen?

„Nein, ich momentan nicht.“ – Munkhbat

„Ich werde im nächsten Jahr auch den Führerschein machen.“ Tselmeg

Wann habt ihr das nächste Mal Urlaub?

„Am 11. Juli haben wir uns Urlaub genommen, da an diesem Tag in der Mongolei das Nationalfest stattfindet.“ Munkhbat

Mittlerweile ist es ja wärmer geworden. Kennt ihr diese warmen Temperaturen aus der Mongolei?

„Ja natürlich. In der Mongolei ist es im Winter sehr viel kälter als in Deutschland und im Sommer heißer. Es gibt vier Jahreszeiten.“ Munkhbat

Tselmeg, kochst du immer noch für euch beide?

„Nein, mittlerweile kochen wir ziemlich ausgeglichen.“ Tselmeg

„Bei uns gibt es sehr oft Fleisch mit Reis und Gemüse. Im AZB erhalten wir Frühstück und Mittagessen in der Kantine.“ Munkhbat

Wie beschäftigt ihr noch in eurer Freizeit?

„Wir spielen auf der Konsole FIFA. Andere Dinge aber auch.“ Munkhbat

„Nur bei FIFA sind wir aber gut.“ Tselmeg

Was steht als nächstes bei euch an?

„Bald sind unsere Zwischenprüfungen.“ Munkhbat

„Genau. Im AZB findet bald unsere Praxis-Prüfung statt.“ Tselmeg

Habt ihr Angst davor?

„Probleme gibt es aktuell noch mit dem Leseverstehen, aber das schaffen wir schon.“ – Munkhbat

„Angst haben wir nicht.“ Tselmeg


Kuhlmann Auszubildende beim Pizzaessen in Hamburg
Weil sich Mark Roßbach (Leiter Personalmanagement) für deren Unterstützung beim BAUFestival bedanken wollte, lud er die Auszubildenden, darunter auch Tselmeg und Munkhbat, zum spontanen Pizzaessen in der Hansa-Residence in Hamburg ein – Foto: Seier GmbH