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Karriere im Tiefbau: Studentin berichtet aus ihrem Praktikum bei BHK

Wie gelingt der Einstieg in den Tief- und Rohrleitungsbau? Karlotta Heidler studiert Bauingenieurwesen und absolviert derzeit ein Praktikum bei der BHK. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und warum sie den Tiefbau als zukunftssicheren Bereich empfiehlt.

Stell dich einmal vor: Wer bist du?

Ich bin Karlotta Heidler, bin 21 Jahre alt. Ich studiere Bauingenieurwesen, komme ins 8. Semester und habe sehr viel Spaß am Studium und fühle mich einfach wohl dabei. 

Warum hast du dich für ein Bauingenieurwesen-Studium entschieden und warum bist du jetzt als Praktikantin im Tiefbau?

Die Entscheidung für ein Studium im Bauingenieurwesen war ziemlich spontan, so kurz vor Anmeldeschluss, muss ich tatsächlich sagen. Es war die beste spontane Entscheidung, die ich hätte treffen können.

Im Studium wird sehr viel Hochbau gelehrt, weshalb ich bislang sehr wenig vom Tiefbau kennengelernt habe. Ich habe jetzt zusätzlich Wahlfächer belegt und dabei gemerkt, dass mich Tiefbau einfach immer mehr interessiert. Mich faszinieren Leitungen und tatsächlich interessieren mich die Abläufe im Tiefbau. Hochbau ist auch ein ganz spannendes Thema, aber je mehr ich über den Tiefbau lerne, umso mehr gefällt mir dieser auch.

Warum hast du dich für ein Praktikum im Tiefbau bei der BHK entschieden?

Ich habe letztes Semester den Kurs Leitungsbau belegt und dabei viel über Fernwärme gelernt und habe auch eine kleine Fernwärme-Statik geschrieben und mir auch ein wenig selbst beigebracht. Ich fand das Thema sehr spannend und dann habe ich geschaut, was in meiner Nähe ist, welche Firma Fernwärme macht, und da ist mir ziemlich schnell BHK ins Auge gesprungen. Und deshalb bin ich jetzt auch hier: Weil es mich interessiert hat, das Ganze auch mal praktisch kennenzulernen, nachdem ich die Theorie der Statik gelernt habe.

Was hast du in den ersten Tagen auf den BHK-Baustellen gesehen und gelernt?

Ich habe den Ablauf einer Baustelle kennengelernt und wie wichtig es ist, zu planen. Also, was man alles bedenken muss – ob das jetzt Bäume sind oder Straßenführungen oder Halteverbote. Wir sind gemeinsam die Straße abgegangen und jede Kleinigkeit, jede Schwierigkeit, die man in der Baustellenplanung berücksichtigen muss, wurde mir gezeigt – zum Beispiel auch, wo Leitungen langführen, wo man aufpassen muss. Neben der Planung habe ich auch gelernt, wie ein Verbau funktioniert.

In welchen Bereich möchtest du nach Ende des Studiums gehen?

Da bin ich noch ziemlich offen. Ich kann mir beides vorstellen: Bauleitung, also auch mal auf die Baustelle zu gehen, ich könnte mir aber auch vorstellen, wirklich Statik dann im Büro zu berechnen.

Was glaubst du könnte im Berufsleben eine Herausforderung werden?

Ich kann mir vorstellen, dass es manchmal schwierig wird als Frau auf dem Bau. Dass man vielleicht auch manchmal nicht richtig ernst genommen wird. Gerade in so einem Beruf wie dem Tiefbau, wo es halt wirklich auch wenige Frauen gibt. Was ich gemerkt habe, ist, dass man manchmal einfach ein wenig, nicht abstumpft, aber jetzt manche Kommentare einfach ignorieren muss, weiterarbeiten muss.

Aber bisher ist mir bei BHK zu dem Thema noch gar nichts Negatives aufgefallen. Das war auf anderen Baustellen auch anders. Hier bei der BHK habe ich in keiner Form eine Art von Frauenfeindlichkeit mitbekommen.

Wie wurdest du vom Team aufgenommen?

Perfekt. Nach ein, zwei Tagen habe ich mich gut eingefunden. Alle sind nett und haben mir alles erklärt, was ich wissen wollte. Auch der Polier hier auf der Baustelle hat wirklich ein unfassbar großes Wissen.

Was nimmst du aus deinem Praktikum bei BHK mit?

Einiges, was ich theoretisch aus der Uni kenne, habe ich hier in der Praxis gelernt. Ob’s jetzt um den Verbau geht oder worauf man achten muss, wenn Rohre verlegt werden. Auch den Planungsaspekt und dass man sich wirklich überlegen muss, wie man etwas vorausschauend plant, nehme ich mit.

Würdest du ein Praktikum im Tief- und Rohrleitungsbau anderen Studierenden empfehlen?

Auf jeden Fall! Tief- und Rohrleitungsbau ist nun die Zukunft, sage ich jetzt mal. Das wird niemals aussterben, Trinkwasserleitungen oder Fernwärme oder etwas, das später auch mal die Fernwärme ersetzt, das wird immer gebraucht, und deswegen empfehle ich auf jeden Fall, sich den Bereich anzusehen. Es steckt so viel dahinter.  

Hat das Praktikum deine Sicht auf den Beruf verändert?

Schon, würde ich sagen. Es ist sehr spannend. Es ist deutlich vielseitiger, als man sich dann am Anfang vorstellt. Am Anfang denkt man halt wirklich so: Rohr wird gelegt, Punkt. Aber es ist doch sehr viel vielseitiger und das habe ich jetzt hier mitbekommen. Also, es hat schon meine Sicht ein wenig verändert.

Wenn du dein Praktikum in drei Wörtern beschreiben müsstest, welche wären das?

Spannend. Vielseitig. Gemeinschaftlich.