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Bergbautechnologe Jascha Korte, Auszubildender am Standort Lüneburg

Unterwegs im Job: Ausbildung zum Bergbautechnologen 

Morgens früh los, gemeinsam zur Baustelle fahren, abends zurück ins Hotel und dazwischen ein Arbeitstag, der selten gleich abläuft. Für Jan (21) und Jascha (18) ist das Alltag. Gearbeitet wird dabei meist an vier Tagen pro Woche etwas länger, sodass der Freitag und das Wochenende frei bleiben. Beide machen ihre Ausbildung zum Bergbautechnologen bei der Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG und erleben einen Beruf, der vor allem eines ist: ständig in Bewegung. 

Vom ersten Tag bis zur Abschlussprüfung 

Beide Azubis stehen an unterschiedlichen Punkten ihrer Ausbildung. 

Jan ist bereits am Ende angekommen. Nach rund drei Jahren Ausbildung steht er kurz vor dem Abschluss. An seinen Einstieg erinnert sich Jan noch gut. Gleich am ersten Tag ging es für ihn auf die Baustelle, wo er Vermessungspunkte einmessen musste. „Da sammelt man direkt erste Erfahrungen“, erzählt er. 

Einen wichtigen Schritt hat er bereits geschafft: seinen betrieblichen Auftrag, den er mit einer guten Note abgeschlossen hat. Dabei ging es darum, in der Praxis eine Bohrspülung herzustellen, Messungen durchzuführen und die einzelnen Arbeitsschritte zu erklären. Dazu gehörte zum Beispiel auch die Kontrolle von Werten und zu zeigen, dass er weiß, wie das System funktioniert.  

„Das ist ein Ablauf, den man sich über die Zeit in der Ausbildung erarbeitet“, beschreibt er. 

Auf Jan warten nun noch die darauf aufbauende Facharbeit sowie die Theorieprüfung. Im Laufe der Zeit hat er viele verschiedene Aufgaben kennengelernt: vom Schweißen über das Reinigen von Anlagen bis hin zur Arbeit mit der Spülung und dem Recycler. Heute übernimmt er auf der Baustelle eigenständig Aufgaben und kennt die Abläufe genau. 

Der Einstieg: Erst Theorie, dann Praxis 

Jascha steht noch am Anfang seiner Ausbildung. Er ist im Oktober 2025 bei Kuhlmann eingestiegen, nachdem er zuvor bereits ein Jahr im Tiefbau gearbeitet hatte. Sein Start verlief zunächst anders als bei Jan: Die ersten Monate verbrachte er im Ausbildungslager in Berlin. Dort standen verschiedene Lehrgänge auf dem Programm, unter anderem im Metallbereich. 

Erst danach ging es für ihn Schritt für Schritt auf die Baustelle. Dort lernte er die ersten Grundlagen in der Praxis kennen: den Umgang mit Anlagen, erste Abläufe beim Bohren und Spülen sowie einfache Reparaturen. Ein Begriff, der ihm dabei schnell begegnet ist, ist der sogenannte Recycler – eine Anlage, die die beim Bohren eingesetzte Spülung reinigt und wiederverwendbar macht. 

Bergbautechnologe Jascha Korte, Auszubildender am Standort Lüneburg

Arbeiten im Team 

Egal ob am Anfang oder am Ende der Ausbildung: Der Arbeitsalltag spielt sich vor allem im Team ab. 

Der Tag beginnt meist damit, dass sich alle treffen und gemeinsam zur Baustelle fahren. Vor Ort werden zunächst Vorbereitungen getroffen, Schläuche werden verlegt, Verbindungen hergestellt und die Anlagen startklar gemacht. Danach beginnen die eigentlichen Arbeiten, etwa das Bohren oder Spülen. 

Die Teams sind je nach Projekt unterschiedlich groß. Manchmal arbeiten nur zwei oder drei Personen zusammen, auf größeren Baustellen können es auch fünf oder mehr sein. 

Gerade bei umfangreichen Projekten wie „SuedOstLink im Auftrag von 50Hertz“, einem großen Infrastrukturprojekt zum Ausbau von Stromtrassen für die Energiewende, zeigt sich, wie wichtig Abstimmung ist. Viele Firmen arbeiten gleichzeitig, Abläufe greifen ineinander und alles muss gut organisiert sein. 

Am Ende des Tages gehört es immer dazu, alles aufzuräumen und so vorzubereiten, dass es am nächsten Morgen direkt weitergehen kann. 

Lernen durch Praxis 

Ein großer Teil der Ausbildung findet direkt auf der Baustelle statt. Viele Abläufe versteht man erst richtig, wenn man sie selbst durchgeführt hat. Gerade am Anfang heißt es deshalb: beobachten, zuhören und mithelfen. Mit der Zeit kommen mehr Aufgaben dazu, und man übernimmt immer mehr Verantwortung. 

Die Ausbildung zum Bergbautechnologen ist ein vielseitiger und zukunftsstarker Beruf mit echten Perspektiven. Sie vermittelt ein breites Kompetenzspektrum und ermöglicht Spezialisierungen innerhalb des Berufs, etwa als Spülungstechniker, im Tiefbau oder im Bereich der HDD-Bohrung. 

Beide berichten, dass sie dabei viel Unterstützung bekommen haben, besonders in den ersten Wochen. Jan hebt dabei vor allem die Begleitung durch seinen Ausbilder Jens Schnakenbeck hervor: Mit seiner ruhigen und unterstützenden Art habe er ihm den Einstieg deutlich erleichtert und ihm Sicherheit bei den ersten Aufgaben gegeben, etwa beim Einmessen oder beim Arbeiten mit der Spülung. 

Unterwegs sein gehört dazu 

Einen festen Arbeitsplatz gibt es in der Ausbildung zum Bergbautechnologen nicht. Die Baustellen wechseln und damit auch die Orte. Jan war in den letzten Jahren unter anderem in Hamburg-Norderstedt, Lüneburg, Bernburg und Magdeburg im Einsatz. Auch Lehrgänge, zum Beispiel in Berlin oder Emden, gehören dazu. Das bedeutet: viel Zeit auf Montage. Übernachtet wird meist im Hotel. 

Was dabei schnell auffällt, ist der enge Zusammenhalt im Team. Man arbeitet nicht nur zusammen, sondern verbringt auch nach Feierabend Zeit miteinander, sodass es sich oft wie eine kleine Familie anfühlt. Einkaufen, gemeinsam essen oder auch mal grillen, vieles passiert zusammen. 

Für Jascha ist klar, dass genau dieser Teil zur Ausbildung dazugehört. Die wechselnden Baustellen und Orte sorgen dafür, dass man ständig neue Eindrücke sammelt. 

Ein Beruf, der sich ständig verändert  

Die Ausbildung zum Bergbautechnologen bei Kuhlmann bedeutet, unterwegs zu sein, im Team zu arbeiten und sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen. Im Alltag zeigt sich schnell, worauf es ankommt: Teamfähigkeit, Kommunikation und die Bereitschaft, sich auf neue Situationen einzulassen. Jans Tipp: „Viel zuhören, sich Dinge abschauen und Fragen stellen.“ Und auch: Fehler gehören dazu. Wichtig ist, daraus zu lernen und dranzubleiben. 

Für Jan und Jascha ist genau das der Kern ihrer Ausbildung bei Kuhlmann: unterschiedliche Projekte, wechselnde Einsatzorte und ein Alltag, der nie ganz gleich ist.

Jans Einsatzorte als Bergbautechnologe