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Autor: jr

Pflasterprojekt der Azubis in Hannover

200 Meter Pflaster, viel Verantwortung: Azubis übernehmen ihre Baustelle 

Praxis statt Theorie 

Lernen passiert nicht nur im Klassenzimmer, sondern vor allem dort, wo selbst angepackt wird. Genau diese Erfahrung machten sechs Auszubildende und zwei Praktikanten im Döhrbruch in Hannover-Wülferode. 

Nachdem dort eine Wasserleitung neu verlegt worden war, musste die mehr als 200 Meter lange Pflasterfläche wiederhergestellt werden. Diese Aufgabe übernahm das Nachwuchsteam weitgehend selbstständig. Begleitet wurde es von Ausbilder Ali Kabak und Polier Marjan Qupi. 

  

Vom Unterbau bis zur fertigen Fläche 

Bevor die ersten Pflastersteine verlegt werden konnten, musste zunächst der Unterbau angepasst und vorbereitet werden. Anschließend setzte das Team die Steine ein, richtete sie aus und verdichtete die Fläche. 

Dabei kam es nicht nur auf handwerkliches Geschick und sorgfältiges Arbeiten an. Auch die Abstimmung im Team spielte eine wichtige Rolle, denn jeder Arbeitsschritt baute auf dem vorherigen auf. 

Ali Kabak und Marjan Qupi standen bei Fragen zur Seite und gaben wichtige Hinweise. Die praktische Umsetzung und die damit verbundene Verantwortung lagen jedoch bei den Auszubildenden und Praktikanten. 

  

Lernen durch Verantwortung 

„Durch Azubi-Baustellen sammeln junge Mitarbeitende Erfahrung und vertiefen ihre Kenntnisse direkt im Arbeitsalltag“, sagt Ausbilder Ali Kabak. 

Solche Projekte geben den Nachwuchskräften die Möglichkeit, einen vollständigen Arbeitsablauf kennenzulernen und das Gelernte direkt anzuwenden. Gleichzeitig lernen sie, Entscheidungen zu treffen, sich gegenseitig zu unterstützen und Verantwortung für das gemeinsame Ergebnis zu übernehmen. 

Am Ende stand eine mehr als 200 Meter lange, vollständig wiederhergestellte Pflasterfläche – und die Erfahrung, gemeinsam eine umfangreiche Aufgabe bewältigt zu haben. 

Wir finden: eine starke Teamleistung und ein gutes Beispiel dafür, wie praxisnahe Ausbildung funktioniert. 

Azubi bei Pflasterarbeiten Azubi bei Pflasterarbeiten Azubi bei Pflasterarbeiten Azubi bei Pflasterarbeiten
Azubi Spot, Bremen, 2026, Dirk Schneider, René Hagedorn

AzubiSpot: Wenn Erfahrungen den Unterschied machen

Welcher Beruf passt zu mir? Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Und wie fühlt sich eine Ausbildung oder ein duales Studium eigentlich an? Mit genau diesen Fragen kamen viele Schülerinnen und Schüler auf den AzubiSpot-Messen auf uns zu. Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen haben wir uns Zeit genommen, ihre Fragen zu beantworten und Einblicke in unsere Ausbildungsberufe und dualen Studiengänge zu geben.

Bereits in Hannover und Magdeburg war die Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG auf der AzubiSpot-Messe vertreten. Auch die BHK Tief- und Rohrbau GmbH & Co. KG war bereits Teil der Messe. Weitere Gespräche folgen in Kürze, wenn die Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH & Co. KG auf einer weiteren AzubiSpot-Messe vertreten sein wird.

Erfahrungen aus erster Hand

Das Besondere an der AzubiSpot-Messe ist ihr Konzept. Statt in einer klassischen Messehalle findet die Veranstaltung in einem Kino statt. Neben den persönlichen Gesprächen an den Messeständen stellen sich die Unternehmen auch mit kurzen Vorträgen auf der großen Kinoleinwand vor. So erhalten die Besucherinnen und Besucher einen ersten Eindruck und können anschließend direkt mit den Unternehmen ins Gespräch kommen.

Unsere dualen Studenten Nikson Qupi und Meik Janzen von Kuhlmann haben den Messestand in Hannover gemeinsam betreut. Viele der Fragen kannten sie noch aus ihrer eigenen Schulzeit. Umso schöner war es für beide, heute selbst auf der anderen Seite zu stehen und ihre Erfahrungen weiterzugeben.

„Das Kino war ein echter Eisbrecher. Die Atmosphäre war von Anfang an entspannt und wir sind schnell mit vielen Schülerinnen und Schülern ins Gespräch gekommen. Besonders schön war, dass wir aus eigener Erfahrung erzählen konnten, wie Ausbildung und duales Studium bei uns aussehen“, berichtet Nikson.

Auch Meik hat die Veranstaltung als durchweg positiv erlebt: „Es war spannend zu sehen, wie viele Schülerinnen und Schüler sich für unsere Arbeit interessiert haben. Einige hatten sich schon vorher Gedanken gemacht und richtig gute Fragen dabei. Die Veranstaltung war insgesamt sehr gut organisiert und aufgebaut.“

Viele Gespräche drehten sich um die Ausbildungsvergütung, die Ausbildungsdauer, den Arbeitsalltag oder die Möglichkeiten für ein Praktikum. Dass so viele junge Menschen mit konkreten Fragen auf die beiden zukamen, hat sie besonders gefreut.

Für Meik war außerdem der gemeinsame Auftritt im Kinosaal ein echtes Highlight.

„Mir hat besonders gefallen, dass wir unser Quiz im Kinosaal vorstellen konnten. Der Film kam bei den Schülerinnen und Schülern richtig gut an. Das hat man spätestens beim anschließenden Quiz gemerkt, das sie ohne Probleme beantworten konnten. Durch den abwechslungsreichen Ablauf hat die Veranstaltung einfach Spaß gemacht“, erzählt er.

Nikson ist vor allem das große Interesse an Praktikumsmöglichkeiten in Erinnerung geblieben.

„Mich hat besonders gefreut, dass viele nach Praktikumsmöglichkeiten gefragt haben. Das zeigt, dass sie unsere Berufe näher kennenlernen möchten. Vielleicht sehen wir einige von ihnen schon bald wieder“, sagt er.

Persönlicher Austausch, der bleibt

Für Nikson und Meik hat die AzubiSpot einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch ist. Viele Fragen lassen sich am besten im direkten Gespräch beantworten, ehrlich, offen und auf Augenhöhe. Genau diese Begegnungen machen die Veranstaltung für beide zu etwas Besonderem.

Wenn jede Naht zählt: Wie Kuhlmann eigene Schweißkompetenz aufbaut

Eine Schweißnaht ist für viele Menschen nur die Stelle, an der zwei Metallteile verbunden werden. Im Leitungs- und Infrastrukturbau bedeutet sie deutlich mehr. Sie sorgt dafür, dass Leitungen halten, Netze funktionieren und wichtige Versorgungssysteme belastbar bleiben. Einer, der genau weiß, worauf es dabei ankommt, ist Salih Yalti. Seit 2008 bildet er bei Kuhlmann Schweißer aus. Wenn er über seine Arbeit spricht, merkt man schnell: Für ihn ist Schweißen kein einfacher Arbeitsschritt. Es ist ein Handwerk, das Erfahrung, Genauigkeit und Verantwortung verlangt.

Erst hinschauen, dann ausbilden

Wer bei Kuhlmann in die Schweißausbildung kommt, wird zunächst über eine Arbeitsprobe eingeschätzt. Dabei zeigt sich, welche handwerklichen Fähigkeiten vorhanden sind und wo gezielt weitergearbeitet werden muss.

„Nicht jeder Schweißer ist gleich perfekt“, sagt Salih Yalti. Manche hätten Schwierigkeiten im Wurzelbereich, andere bei den Heftstellen oder in der Füll- und Decklage. Genau dort setzt die Ausbildung an. Es wird geübt, bis Temperatur, Elektrodenhaltung, Abstand zum Werkstück und die einzelnen Schweißlagen sicher zusammenspielen.

Für Yalti ist das entscheidend. Denn auf der Baustelle zählt nicht, ob etwas theoretisch verstanden wurde, sondern ob es unter echten Bedingungen zuverlässig funktioniert.

Eigene Fachkräfte für anspruchsvolle Aufträge

Gute Schweißer sind auf dem Markt schwer zu finden. Gleichzeitig werden die Anforderungen im Leitungsbau immer komplexer. Deshalb bildet Kuhlmann eigene Schweißer zentral in Hannover aus.

„Es ist essenziell für uns, Nachwuchs auszubilden, weil es immer weniger Schweißer am Markt gibt“, sagt Salih Yalti. Der Vorteil für Kuhlmann: Wir wissen genau, was unsere Fachkräfte können, wo sie eingesetzt werden können und welche Qualität sie liefern.

Im vergangenen Jahr wurden bei Kuhlmann rund 40 Prüfungsstücke geschweißt. Dabei ging es um unterschiedliche Werkstoffe, Materialien, Schweißpositionen und Verfahren, die im Rohr- und Infrastrukturbau gebraucht werden. So entstehen Kompetenzen, die bei anspruchsvollen Aufträgen den Unterschied machen.

Wenn Übung zur Baustellenrealität wird

Wie anspruchsvoll Schweißarbeit sein kann, zeigt sich besonders bei praxisnahen Übungen. Ein Beispiel ist die Verbindung eines im Betrieb befindlichen, mit Wasser gefüllten Rohrs mit einem Anschlussstutzen.

Das wassergefüllte Rohr nimmt Wärme nur langsam auf und muss zunächst auf über 50 Grad erwärmt werden. Der trockene Stutzen reagiert dagegen deutlich schneller auf die Hitze. Der Schweißer muss diese unterschiedlichen Bedingungen gleichzeitig beherrschen, den Lichtbogen kontrollieren, die Elektrode sauber führen und trotz Stromschwankungen ruhig bleiben.

Genau solche Übungen zeigen, warum Salih Yalti so viel Wert auf Wiederholung und Genauigkeit legt. Eine gute Naht entsteht nicht nebenbei. Sie entsteht durch Übung, Konzentration und ein Gefühl für das Material.

Qualität heißt: einmal richtig arbeiten

Für Salih Yalti ist gute Schweißarbeit vorwiegend verlässlich. Sein Anspruch ist klar: „Wir dürfen das Gewerk nicht zweimal anpacken.“ Eine Arbeit soll einmal ausgeführt werden, sauber und so, dass der Auftraggeber sich darauf verlassen kann.

Diese Haltung gibt er an die Schweißer weiter, die er ausbildet. Nach der Vorbereitung folgt eine Prüfung mit schriftlichem und praktischem Teil. Erst nach erfolgreichem Abschluss erhält der Schweißer die Berechtigung, seine Arbeit für drei Jahre auszuführen. Zusätzlich muss die Qualifikation alle sechs Monate bestätigt werden.

Für Kuhlmann ist diese Ausbildung deshalb mehr als ein interner Qualifizierungsweg. Sie macht das Unternehmen flexibler, stärkt die eigenen Teams und erhöht die Kompetenz für anspruchsvolle Projekte, etwa in den Bereichen Fernwärme, Energiewende, Stromversorgung und Ladeinfrastruktur.

Ohne Schweißer läuft vieles nicht

Im Alltag sieht man oft nur Baustellen, Gräben oder kurzfristige Einschränkungen. Was dahintersteht, bleibt häufig unsichtbar. Ohne Menschen, die Leitungen bauen, verbinden, prüfen und instand halten, gäbe es vieles nicht, was selbstverständlich erscheint: Wasser, Wärme, Gas, Strom oder digitale Infrastruktur.

Genau deshalb ist die Arbeit von Schweißern so wichtig. Sie tragen dazu bei, dass die Versorgung funktioniert und die Infrastruktur belastbar bleibt.

Für Salih Yalti ist die Ausbildung ein Weg, dieses Wissen weiterzugeben. Er bildet Menschen aus, die später auf der Baustelle Verantwortung übernehmen und mit ihrer Arbeit einen sichtbaren Beitrag leisten.

„Wir liefern Qualität“, sagt Salih Yalti. Ein kurzer Satz, der gut zusammenfasst, worum es in der Schweißausbildung bei Kuhlmann geht.

Präzision und Erfahrung: Salih Yalti bildet bei Kuhlmann Schweißer für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte aus.
Bergbautechnologe Jascha Korte, Auszubildender am Standort Lüneburg

Unterwegs im Job: Ausbildung zum Bergbautechnologen 

Morgens früh los, gemeinsam zur Baustelle fahren, abends zurück ins Hotel und dazwischen ein Arbeitstag, der selten gleich abläuft. Für Jan (21) und Jascha (18) ist das Alltag. Gearbeitet wird dabei meist an vier Tagen pro Woche etwas länger, sodass der Freitag und das Wochenende frei bleiben. Beide machen ihre Ausbildung zum Bergbautechnologen bei der Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG und erleben einen Beruf, der vorwiegend eines ist: ständig in Bewegung. 

Vom ersten Tag bis zur Abschlussprüfung 

Beide Azubis stehen an unterschiedlichen Punkten ihrer Ausbildung. 

Jan ist bereits am Ende angekommen. Nach rund drei Jahren Ausbildung steht er kurz vor dem Abschluss. An seinen Einstieg erinnert sich Jan noch gut. Gleich am ersten Tag ging es für ihn auf die Baustelle, wo er Vermessungspunkte einmessen musste. „Da sammelt man direkt erste Erfahrungen“, erzählt er. 

Einen wichtigen Schritt hat er bereits geschafft: seinen betrieblichen Auftrag, den er mit einer guten Note abgeschlossen hat. Dabei ging es darum, in der Praxis eine Bohrspülung herzustellen, Messungen durchzuführen und die einzelnen Arbeitsschritte zu erklären. Dazu gehörte zum Beispiel auch die Kontrolle von Werten und zu zeigen, dass er weiß, wie das System funktioniert.  

„Das ist ein Ablauf, den man sich über die Zeit in der Ausbildung erarbeitet“, beschreibt er. 

Auf Jan warten nun noch die darauf aufbauende Facharbeit sowie die Theorieprüfung. Im Laufe der Zeit hat er viele verschiedene Aufgaben kennengelernt: vom Schweißen über das Reinigen von Anlagen bis hin zur Arbeit mit der Spülung und dem Recycler. Heute übernimmt er auf der Baustelle eigenständig Aufgaben und kennt die Abläufe genau. 

Der Einstieg: Erst Theorie, dann Praxis 

Jascha steht noch am Anfang seiner Ausbildung. Er ist im Oktober 2025 bei Kuhlmann eingestiegen, nachdem er zuvor bereits ein Jahr im Tiefbau gearbeitet hatte. Sein Start verlief zunächst anders als bei Jan: Die ersten Monate verbrachte er im Ausbildungslager in Berlin. Dort standen verschiedene Lehrgänge auf dem Programm, unter anderem im Metallbereich. 

Erst danach ging es für ihn Schritt für Schritt auf die Baustelle. Dort lernte er die ersten Grundlagen in der Praxis kennen: den Umgang mit Anlagen, erste Abläufe beim Bohren und Spülen sowie einfache Reparaturen. Ein Begriff, der ihm dabei schnell begegnet ist, ist der sogenannte Recycler – eine Anlage, die die beim Bohren eingesetzte Spülung reinigt und wiederverwendbar macht. 

Bergbautechnologe Jascha Korte, Auszubildender am Standort Lüneburg

Arbeiten im Team 

Egal ob am Anfang oder am Ende der Ausbildung: Der Arbeitsalltag spielt sich primär im Team ab. 

Der Tag beginnt meist damit, dass sich alle treffen und gemeinsam zur Baustelle fahren. Vor Ort werden zunächst Vorbereitungen getroffen, Schläuche werden verlegt, Verbindungen hergestellt und die Anlagen startklar gemacht. Danach beginnen die eigentlichen Arbeiten, etwa das Bohren oder Spülen. 

Die Teams sind je nach Projekt unterschiedlich groß. Manchmal arbeiten nur zwei oder drei Personen zusammen, auf größeren Baustellen können es auch fünf oder mehr sein. 

Gerade bei umfangreichen Projekten wie „SuedOstLink im Auftrag von 50Hertz“, einem großen Infrastrukturprojekt zum Ausbau von Stromtrassen für die Energiewende, zeigt sich, wie wichtig Abstimmung ist. Viele Firmen arbeiten gleichzeitig, Abläufe greifen ineinander und alles muss gut organisiert sein. 

Am Ende des Tages gehört es immer dazu, alles aufzuräumen und so vorzubereiten, dass es am nächsten Morgen direkt weitergehen kann. 

Lernen durch Praxis 

Ein großer Teil der Ausbildung findet direkt auf der Baustelle statt. Viele Abläufe versteht man erst richtig, wenn man sie selbst durchgeführt hat. Gerade am Anfang heißt es deshalb: beobachten, zuhören und mithelfen. Mit der Zeit kommen mehr Aufgaben dazu, und man übernimmt immer mehr Verantwortung. 

Die Ausbildung zum Bergbautechnologen ist ein vielseitiger und zukunftsstarker Beruf mit echten Perspektiven. Sie vermittelt ein breites Kompetenzspektrum und ermöglicht Spezialisierungen innerhalb des Berufs, etwa als Spülungstechniker, im Tiefbau oder im Bereich der HDD-Bohrung. 

Beide berichten, dass sie dabei viel Unterstützung bekommen haben, besonders in den ersten Wochen. Jan hebt dabei vordergründig die Begleitung durch seinen Ausbilder Jens Schnakenbeck hervor: Mit seiner ruhigen und unterstützenden Art habe er ihm den Einstieg deutlich erleichtert und ihm Sicherheit bei den ersten Aufgaben gegeben, etwa beim Einmessen oder beim Arbeiten mit der Spülung. 

Unterwegs sein gehört dazu 

Einen festen Arbeitsplatz gibt es in der Ausbildung zum Bergbautechnologen nicht. Die Baustellen wechseln und damit auch die Orte. Jan war in den vergangenen Jahren unter anderem in Hamburg-Norderstedt, Lüneburg, Bernburg und Magdeburg im Einsatz. Auch Lehrgänge, zum Beispiel in Berlin oder Emden, gehören dazu. Das bedeutet: viel Zeit auf Montage. Übernachtet wird meist im Hotel. 

Was dabei schnell auffällt, ist der enge Zusammenhalt im Team. Man arbeitet nicht nur zusammen, sondern verbringt auch nach Feierabend Zeit miteinander, sodass es sich oft wie eine kleine Familie anfühlt. Einkaufen, gemeinsam essen oder auch mal grillen – vieles passiert zusammen. 

Für Jascha ist klar, dass genau dieser Teil zur Ausbildung dazugehört. Die wechselnden Baustellen und Orte sorgen dafür, dass man ständig neue Eindrücke sammelt. 

Ein Beruf, der sich ständig verändert  

Die Ausbildung zum Bergbautechnologen bei Kuhlmann bedeutet, unterwegs zu sein, im Team zu arbeiten und sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen. Im Alltag zeigt sich schnell, worauf es ankommt: Teamfähigkeit, Kommunikation und die Bereitschaft, sich auf neue Situationen einzulassen. Jans Tipp: „Viel zuhören, sich Dinge abschauen und Fragen stellen.“ Und auch: Fehler gehören dazu. Wichtig ist, daraus zu lernen und dranzubleiben. 

Für Jan und Jascha ist genau das der Kern ihrer Ausbildung bei Kuhlmann: unterschiedliche Projekte, wechselnde Einsatzorte und ein Alltag, der nie ganz gleich ist.

Jans Einsatzorte als Bergbautechnologe
Karlotta Heidler absolviert ein Praktikum im Rahmen ihres Bauingenieursstudium

Karriere im Tiefbau: Studentin berichtet aus ihrem Praktikum bei BHK

Wie gelingt der Einstieg in den Tief- und Rohrleitungsbau? Karlotta Heidler studiert Bauingenieurwesen und absolviert derzeit ein Praktikum bei der BHK. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und warum sie den Tiefbau als zukunftssicheren Bereich empfiehlt.

Stell dich einmal vor: Wer bist du?

Ich bin Karlotta Heidler, bin 21 Jahre alt. Ich studiere Bauingenieurwesen, komme ins 8. Semester und habe sehr viel Spaß am Studium und fühle mich einfach wohl dabei. 

Warum hast du dich für ein Bauingenieurwesen-Studium entschieden und warum bist du jetzt als Praktikantin im Tiefbau?

Die Entscheidung für ein Studium im Bauingenieurwesen war ziemlich spontan, so kurz vor Anmeldeschluss, muss ich tatsächlich sagen. Es war die beste spontane Entscheidung, die ich hätte treffen können.

Im Studium wird sehr viel Hochbau gelehrt, weshalb ich bislang sehr wenig vom Tiefbau kennengelernt habe. Ich habe jetzt zusätzlich Wahlfächer belegt und dabei gemerkt, dass mich Tiefbau einfach immer mehr interessiert. Mich faszinieren Leitungen und tatsächlich interessieren mich die Abläufe im Tiefbau. Hochbau ist auch ein ganz spannendes Thema, aber je mehr ich über den Tiefbau lerne, umso mehr gefällt mir dieser auch.

Warum hast du dich für ein Praktikum im Tiefbau bei der BHK entschieden?

Ich habe letztes Semester den Kurs Leitungsbau belegt und dabei viel über Fernwärme gelernt und habe auch eine kleine Fernwärme-Statik geschrieben und mir auch ein wenig selbst beigebracht. Ich fand das Thema sehr spannend und dann habe ich geschaut, was in meiner Nähe ist, welche Firma Fernwärme macht, und da ist mir ziemlich schnell BHK ins Auge gesprungen. Und deshalb bin ich jetzt auch hier: Weil es mich interessiert hat, das Ganze auch mal praktisch kennenzulernen, nachdem ich die Theorie der Statik gelernt habe.

Was hast du in den ersten Tagen auf den BHK-Baustellen gesehen und gelernt?

Ich habe den Ablauf einer Baustelle kennengelernt und wie wichtig es ist, zu planen. Also, was man alles bedenken muss – ob das jetzt Bäume sind oder Straßenführungen oder Halteverbote. Wir sind gemeinsam die Straße abgegangen und jede Kleinigkeit, jede Schwierigkeit, die man in der Baustellenplanung berücksichtigen muss, wurde mir gezeigt – zum Beispiel auch, wo Leitungen langführen, wo man aufpassen muss. Neben der Planung habe ich auch gelernt, wie ein Verbau funktioniert.

In welchen Bereich möchtest du nach Ende des Studiums gehen?

Da bin ich noch ziemlich offen. Ich kann mir beides vorstellen: Bauleitung, also auch mal auf die Baustelle zu gehen, ich könnte mir aber auch vorstellen, wirklich Statik dann im Büro zu berechnen.

Was glaubst du könnte im Berufsleben eine Herausforderung werden?

Ich kann mir vorstellen, dass es manchmal schwierig wird als Frau auf dem Bau. Dass man vielleicht auch manchmal nicht richtig ernst genommen wird. Gerade in so einem Beruf wie dem Tiefbau, wo es halt wirklich auch wenige Frauen gibt. Was ich gemerkt habe, ist, dass man manchmal einfach ein wenig, nicht abstumpft, aber jetzt manche Kommentare einfach ignorieren muss, weiterarbeiten muss.

Aber bisher ist mir bei BHK zu dem Thema noch gar nichts Negatives aufgefallen. Das war auf anderen Baustellen auch anders. Hier bei der BHK habe ich in keiner Form eine Art von Frauenfeindlichkeit mitbekommen.

Wie wurdest du vom Team aufgenommen?

Perfekt. Nach ein, zwei Tagen habe ich mich gut eingefunden. Alle sind nett und haben mir alles erklärt, was ich wissen wollte. Auch der Polier hier auf der Baustelle hat wirklich ein unfassbar großes Wissen.

Was nimmst du aus deinem Praktikum bei BHK mit?

Einiges, was ich theoretisch aus der Uni kenne, habe ich hier in der Praxis gelernt. Ob’s jetzt um den Verbau geht oder worauf man achten muss, wenn Rohre verlegt werden. Auch den Planungsaspekt und dass man sich wirklich überlegen muss, wie man etwas vorausschauend plant, nehme ich mit.

Würdest du ein Praktikum im Tief- und Rohrleitungsbau anderen Studierenden empfehlen?

Auf jeden Fall! Tief- und Rohrleitungsbau ist nun die Zukunft, sage ich jetzt mal. Das wird niemals aussterben, Trinkwasserleitungen oder Fernwärme oder etwas, das später auch mal die Fernwärme ersetzt, das wird immer gebraucht, und deswegen empfehle ich auf jeden Fall, sich den Bereich anzusehen. Es steckt so viel dahinter.  

Hat das Praktikum deine Sicht auf den Beruf verändert?

Schon, würde ich sagen. Es ist sehr spannend. Es ist deutlich vielseitiger, als man sich dann am Anfang vorstellt. Am Anfang denkt man halt wirklich so: Rohr wird gelegt, Punkt. Aber es ist doch sehr viel vielseitiger und das habe ich jetzt hier mitbekommen. Also, es hat schon meine Sicht ein wenig verändert.

Wenn du dein Praktikum in drei Wörtern beschreiben müsstest, welche wären das?

Spannend. Vielseitig. Gemeinschaftlich.

Tiefbauazubis in Bremerhaven

BHK-Azubis im Einsatz an der Weserportstraße

Auf der Baustelle in der Weserportstraße in Bremerhaven sammeln die Tiefbau-Azubis Joel Hohmann und Dejan Dyba täglich wertvolle Praxiserfahrung. Gemeinsam mit dem BHK-Team arbeiten sie am Infrastrukturbau für ein geplantes Gewerbegebiet.

Vielfältige Aufgaben im Tiefbau

Aktuell verlegen sie Kabeltrassen für Telekommunikationsleitungen sowie Schutzrohre für die Straßenbeleuchtung. Anschließend verfüllen sie die Rohrgräben mit Sand und verdichten diese mit der Rüttelplatte. Dabei ist Präzision gefragt: Eine einheitliche Höhe ist entscheidend, damit die Straßenbauer im nächsten Schritt den Gehweg problemlos herstellen können.

Zusammenarbeit auf der Großbaustelle

So lernen die beiden früh, wie wichtig die Abstimmung mit anderen Gewerken auf einer Großbaustelle ist. Unterstützt werden sie dabei von Vorarbeiter Mark Rosenbaum, der ihnen bei Fragen jederzeit zur Seite steht und sie aktiv fördert.

Für ihn ist klar:
„Es bringt den beiden nur etwas, wenn sie überall mitgenommen und auch selbst an die Aufgaben herangelassen werden. Verfälschte Tagesberichte für die Berufsschule bringen niemandem etwas.“

Lernen durch Praxis

Joel, der sich bereits im zweiten Lehrjahr befindet, und Dejan, der seit dem 01.08.2025 bei der BHK tätig ist, profitieren von diesem Vertrauen. Sie sind in alle Prozesse eingebunden und lernen den Baustellenalltag von Grund auf kennen.

Azubis im Interview

Wir hatten die Gelegenheit, die beiden Azubis vor die Kamera zu bekommen. Sie berichten von ihren ersten Erfahrungen im Unternehmen und erzählen, welche Fähigkeiten sie bereits erlernen konnten.

Schau dir jetzt die beiden Mini-Interviews an und erfahre mehr!

Wähler- und Kuhlmann-Azubis beim Azubi-Cup

Baggern auf nationalem Niveau: Philipp und Eddie beim Bundesfinale des VDBUM Azubi-Cups

Vom Regionalentscheid direkt auf die große Bühne der Deutschen Meisterschaft. Unsere beiden Azubis Philipp Röver und Eduard „Eddie“ Redcher haben es bis ins Bundesfinale des VDBUM Azubi-Cup 2025/2026 geschafft – und sich dort mit den besten Nachwuchskräften Deutschlands gemessen!

Der große Showdown fand im Sauerland Stern-Hotel in Willingen statt. Mit dabei waren nur die Top-Azubis, die sich zuvor in insgesamt acht Regionalentscheiden gegen starke Konkurrenz durchgesetzt hatten. Über 200 Auszubildende waren bundesweit an den Start gegangen – Philipp und Eddie gehörten am Ende zu denen, die sich ihr Finalticket sichern konnten.

Der erste große Erfolg gelang den beiden bereits beim Vorentscheid Nord auf der NordBau. Dort zeigte Philipp eine beeindruckende Leistung und belegte sogar Platz 1. Spätestens da war klar: Unsere Jungs sind mehr als bereit für die nächste Runde!

Organisiert wird der Wettbewerb vom Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e. V.. Beim Azubi-Cup geht es um Präzision, Arbeitssicherheit und technisches Know-how. Innerhalb von zwei Minuten muss ein anspruchsvoller Parcours auf Baumaschinensimulatoren möglichst fehlerfrei absolviert werden. Zusätzlich wird das Fachwissen der Teilnehmenden geprüft. Konzentration, Fingerspitzengefühl und starke Nerven sind hier gefragt!

Im Finale in Willingen lieferten Philipp und Eddie starke Durchgänge ab und bewegten sich auf absolutem Spitzenniveau. Auch wenn es am Ende knapp nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht hat, steht für uns fest: Wer es bis ins Bundesfinale schafft, gehört zu den besten Azubis Deutschlands, und darauf sind wir unglaublich stolz!

Solche Erfolge kommen nicht von ungefähr. Sie zeigen, wie viel Engagement, Teamgeist und Qualität in unserer Ausbildung stecken. Unsere Azubis übernehmen Verantwortung, arbeiten mit moderner Technik und bekommen die Chance, sich auch über den Arbeitsalltag hinaus weiterzuentwickeln.

Du hast auch Lust, an solchen Events teilzunehmen und Teil eines starken Teams zu werden? Dann bewirb dich für eine Ausbildung bei uns – wir freuen uns auf dich!

Duale Bauingenieursstudentin Letetia Jaensch

Starke Frauen im Handwerk

Frauen im Handwerk? Ja klar! Letitia Cheyenne Jaensch zeigt, wie’s geht. Die 1.-Semester-Studentin studiert dual Bauingenieurwesen bei Kuhlmann-Leitungsbau am Standort Wittenburg und bringt frischen Wind auf die Baustelle. In diesem Beitrag gibt euch die Berufseinsteigerin einen exklusiven Einblick in ihren Alltag zwischen Hörsaal und Baustelle – und zwar in Form von Sprachnachrichten. Erfahrt, warum sie sich bewusst für das Handwerk entschieden hat, was ihr am meisten Spaß macht und was für sie echte Frauenpower bedeutet. Hört doch mal rein!

Was wolltest du als Kind werden und warum? 

Also, ich glaube, es ist ganz normal, dass man als Kind jede Woche was anderes werden möchte. Aber am meisten wollte ich, glaube ich, immer Meeresbiologin werden. Und ich glaube, es war einfach die Faszination vom Meer und vom Unbekannten. Und auch so ein bisschen so mein Interesse für Tiere. Ich wollte auch ganz lange Tierärztin werden, und es hat einfach auch so diesen Forschungscharakter. Und die Möglichkeit, etwas zu verbessern oder etwas zu beschützen, was so unsere Natur ist und was auch zum Teil ja bedroht ist mittlerweile. Und als Kind war ich dann einfach begeistert davon, die Möglichkeit zu haben, das zu erkunden und daran etwas zu verändern. 

Warum hast du dich für einen Job im Handwerk entschieden? 

Ich wollte schon immer irgendwo mit anpacken und kenne es auch von zu Hause nicht anders. Und ich hab letztes Jahr ja einen Freiwilligendienst gemacht und hab da schon gemerkt, dass ein Bürojob für mich gar nicht in Frage kommt, und hab mich deswegen jetzt für einen Job im Handwerk entschieden. 

Du studierst gerade dual Bauingenieurwesen bei Kuhlmann. Was waren deine Erwartungen an das Studium? Erfüllt das Studium deine anfänglichen Erwartungen? 

Ich glaube, ich bin verhältnismäßig mit wenig Erwartungen an das Studium gegangen, aber ich habe schon für mich gehofft, dass ich die handwerklichen Vorgänge erlerne und gleichzeitig aber auch so die physikalischen Vorgänge dahinter verstehen lerne. Ich war jetzt noch nicht in der Hochschule, aber bin bis jetzt wirklich zufrieden. Also ich habe bis jetzt ja die Ausbildung kennengelernt und bin da komplett glücklich mit den praktischen Erfahrungen, die ich mache, ob auf der Baustelle oder im überbetrieblichen Ausbildungszentrum. Und ich bin dann gespannt, wie das dann ab Herbst wird in der Hochschule. 

Wie sieht bei dir ein typischer Arbeitstag aus? 

Also, so ein normaler Arbeitstag auf der Baustelle beginnt bei mir meistens sehr früh. Und dann treffen wir uns alle auf dem Hof und beladen unser Baustellenfahrzeug und fahren dann gemeinsam auf die Baustelle. Und da geht es dann an die normale Arbeit, also was dann halt so ansteht. Manchmal Kabel ziehen oder Bohrgruben öffnen oder wiederverfüllen. Und zwischendurch eben dann noch unsere Pausenzeiten einhalten und hoffentlich dann pünktlich Feierabend machen. 

Wie sieht für euch die Arbeitsteilung auf der Baustelle aus?  

Erst mal bin ich mit der Arbeitsteilung auf der Baustelle super zufrieden. Jeder macht, was er kann und was er darf, und trotzdem werden wir regelmäßig in neue Arbeitsabläufe eingeführt und lernen regelmäßig neue Dinge, ohne irgendwie überfordert zu werden. Und das ist wirklich sehr angenehm. 

Was macht dir draußen und im Büro am meisten Spaß? 

Ich würde sagen, draußen macht mir am meisten Spaß, einfach meine Hände schmutzig zu machen und anzufassen, aber auch einfach die Abwechslung, die man eigentlich mit jedem Tag hat. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es wahrscheinlich Kabel ziehen. Und im Büro bin ich noch nicht tätig gewesen. Aber ich kann mir vorstellen, dass, wenn ich im Büro arbeite, es dann so mathematische Aufgaben wären. Also irgendwie Baustellenkalkulation, genau. 

Woran merkst du, dass du als Frau auf der Baustelle dem Team einen echten Mehrwert bringst?  

Ich finde, dass man den Mehrwert vor allem spürt durch die Vielfalt in unserem Team und daran, dass wir einfach effizienter arbeiten aufgrund unterschiedlicher Denkweisen und Lösungsansätze, die wir einfach alle haben und dass ich nicht einfach nur als Frau, sondern auch als junger Mensch einfach neue Perspektiven und Kompetenzen mitbringe. Und das auch einfach wertgeschätzt wird. 

Warum sollten Frauen generell, genau wie du, den Weg ins Handwerk suchen? 

Das Handwerk hat es schon immer gegeben. Handwerk ist jetzt und Handwerk wird auch immer da sein und immer gebraucht werden. Man hat unfassbar viele Entwicklungschancen und auch Frauen werden im Handwerk gebraucht, nicht als Frauen, sondern auch einfach als Fachkraft. 

Was ist für dich Frauenpower?  

Über diese Frage habe ich wirklich lange nachgedacht und ich habe auch viele Kolleginnen gefragt, und am meisten kamen Antworten in die Richtung, dass wir halt mit anpacken können. Aber ich wollte das jetzt irgendwie nicht als Frauenpower bezeichnen, dass wir genauso viel arbeiten wie unsere männlichen Kollegen. Deswegen würde ich im Allgemeinen sagen, dass Frauenpower ist, dass wir Durchsetzungsvermögen haben und Perspektiven und das ohne uns zu verbiegen oder etwas auf unsere Weiblichkeit verzichten zu müssen.

Worauf freust du dich am meisten, wenn du das Kuhlmann-Gelände betrittst? 

Am meisten freue ich mich auf meine Kollegen, wenn ich das Kuhlmann Gelände betrete, aber auch auf die sichtbaren Ergebnisse und darauf, am Ende des Tages zu sehen, was wir geschafft haben. 

Reportage Ali Kabak

Ali Kabak: Ausbildung mit Herz, Haltung und Teamgeist

So erleben die Kuhlmann-Azubis ihren Ausbilder

Wenn man unseren Kuhlmann-Azubis zuhört, wenn sie über ihren Ausbilder Ali Kabak sprechen, fallen Aussagen wie „Ali, bester Mann“, „cooler Typ“ oder „Ich bin froh, einen solchen Ausbilder zu haben“.
Und wir können nur sagen: Genau dieses Bild hat sich auch bei uns bestätigt, nachdem wir im Rahmen eines Interviews gemeinsam mit Ali und dem Tiefbau-Azubi Charles gesprochen haben.

Immer ansprechbar: Unterstützung im Arbeitsalltag und darüber hinaus

Ali ist ein Ausbilder, der nicht nur im Arbeitsalltag für seine Azubis da ist, sondern auch außerhalb der Arbeit immer ein offenes Ohr hat. Egal, ob es um fachliche Fragen oder persönliche Themen geht. Ali nimmt sich Zeit, hört zu und versucht, seine Azubis bestmöglich zu unterstützen. Seine aufmunternde und lockere Art kommt nicht nur am Standort Hannover gut an – auch auf unseren Social-Media-Kanälen wird Ali in der Kommentar-Sektion gefeiert und erhält viel Anerkennung von seinen Kolleginnen und Kollegen.

Teamgeist als Basis für erfolgreiche Ausbildung

Ein gutes Team ist für Ali die Grundlage für erfolgreiches Arbeiten auf der Baustelle. Er legt großen Wert darauf, dass sich alle gegenseitig unterstützen, respektvoll miteinander umgehen und zusammen an einem Strang ziehen. Gerade für Azubis ist dieses Miteinander entscheidend, um sich sicher zu fühlen und schnell in den Arbeitsalltag hineinzufinden.

Einblicke aus dem Interview mit Ali und Azubi Charles

Im Interview erzählt uns Azubi Charles, in welcher Situation Ali ihn zuletzt unterstützt hat, und hört seinem Ausbilder gespannt zu, wenn dieser darüber spricht, ob sein Lieblingsessen auf der Baustelle nun der Kaffee oder doch die Banane ist 😁. Weiterhin beantwortet Ali im Gespräch noch viele weitere Fragen und gibt spannende Einblicke in seine Rolle als Ausbilder.

Azubibotschafter im Einsatz an einer Tostedter Schule am 15.01.2026

Auf Augenhöhe: Unsere Azubis als IHK-Ausbildungsbotschafter in Tostedt

Am 15. Januar 2026 wurde die Schule am Düvelshöpen in Tostedt zur Bühne für junge Talente: Unsere beiden Azubis Dominic Maack und Dustin Schweimler waren als offizielle IHK-Ausbildungsbotschafter im Einsatz und haben rund 50 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9 und 10 gezeigt, was eine Ausbildung im Tiefbau wirklich bedeutet. Authentisch, ehrlich und auf Augenhöhe.

Was sind IHK-Ausbildungsbotschafter?

Das Projekt der Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg verfolgt ein klares Ziel: mehr junge Menschen für die duale Ausbildung zu begeistern. Auszubildende aus verschiedenen IHK-Berufen besuchen Schulen und berichten über ihren Ausbildungsalltag sowie über Vorteile und Herausforderungen der beruflichen Bildung. Was dieses Format so besonders macht? Die Botschafter sprechen die Sprache der Schülerinnen und Schüler – keine theoretischen Vorträge, sondern echte Erfahrungen aus erster Hand.

Bevor es in die Schulen geht, durchlaufen die Auszubildenden ein zweitägiges Seminar, in dem sie fachlich und methodisch auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Dort lernen sie unter anderem Präsentationstechniken, erweitern ihr Wissen über das duale Ausbildungssystem und bereiten ihre individuellen Vorträge vor.

Ein Tag voller Einblicke: Der Einsatz in Tostedt

Um 9:45 Uhr trafen sich Dominic und Dustin gemeinsam mit fünf weiteren Ausbildungsbotschaftern von verschiedenen Unternehmen am Haupteingang der Schule. Nach einer kurzen Vorbereitung startete um 10:10 Uhr die zentrale Begrüßung in der Aula. Dann ging es in die Praxisphase: In drei parallelen Räumen präsentierten die Azubi-Teams ihre Berufe – jeweils zweimal, um möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Dominic und Dustin bildeten zusammen mit zwei Azubis des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Lüneburg ein Team. Gemeinsam zeigten sie den Jugendlichen, wie vielfältig die Berufswelt ist: vom Tiefbau bis zur Verwaltung.

Authentische Einblicke in den Tiefbau

Was macht die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter bei der Tief- und Rohrleitungsbau Wähler GmbH & Co. KG so besonders? Wie sieht ein typischer Arbeitstag auf der Baustelle aus? Und welche Karrierechancen gibt es nach der Ausbildung? Diese und viele weitere Fragen beantworteten Dominic und Dustin in ihrer Präsentation.

Wie kam das Programm an? Dominic fasst es so zusammen: „Ich finde das Programm richtig cool! Die Schüler sind viel offener, wenn jemand in ihrem Alter erzählt. Die haben echt viele Fragen gestellt und man merkt direkt, wie Vorurteile abgebaut werden. Das kam mega gut an!”

Die Schülerinnen und Schüler hörten nicht nur zu, sondern stellten auch viele Fragen: Von der körperlichen Belastung über Verdienstmöglichkeiten bis zu Weiterbildungschancen – die beiden Wähler-Azubis gaben ehrliche Antworten und nahmen den Jugendlichen mögliche Vorurteile gegenüber Handwerksberufen.

Warum Ausbildungsbotschafter so wichtig sind

Das Besondere am Ausbildungsbotschafter-Projekt: Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein authentisches Bild vom System der beruflichen Bildung und der Welt der Ausbildungsberufe. Keine Personalverantwortlichen, keine Lehrer – sondern junge Menschen, die vor nicht allzu langer Zeit selbst noch auf der Schulbank saßen und sich die gleichen Fragen gestellt haben.

Nach rund vier Stunden intensiver Präsentationszeit und vielen Gesprächen folgte um 13:10 Uhr ein internes Feedback mit der IHK-Betreuerin Annette Lang. Hier konnten die Ausbildungsbotschafter ihre Erfahrungen reflektieren und voneinander lernen.

Unser Fazit: Eine Win-Win-Situation

Für Dominic und Dustin war der Einsatz in Tostedt nicht nur eine Möglichkeit, ihren Beruf zu präsentieren – sie haben auch selbst viel mitgenommen: Präsentationskompetenz, Selbstbewusstsein und die Erkenntnis, dass ihre Arbeit wichtig ist und geschätzt wird.

Würden sie es weiterempfehlen? Dominic antwortet klar: „Auf jeden Fall! Du lernst dabei so viel – vor Leuten sprechen, selbstbewusst auftreten. Das hilft dir auch später im Job. Außerdem macht es Spaß, zu zeigen, was man draufhat!

Gleichzeitig profitieren die Schülerinnen und Schüler von Einblicken, die kein Berufswahltest der Welt liefern kann. Sie sehen echte Menschen, die mit Begeisterung von ihrer Ausbildung erzählen – und genau das kann der entscheidende Impuls sein, den eigenen Weg zu finden.

Wir sind stolz auf Dominic und Dustin und freuen uns auf viele weitere Einsätze unserer Ausbildungsbotschafter!