Meine Ausbildung bei WÄHLER
während der Corona-Krise

Auszubildende Anna Denecke berichtet von ihrer Ausbildung zur Zeit der Corona-Krise. Anna macht eine Ausbildung bei WÄHLER zur Industriekauffrau und befindet sich aktuell im zweiten Ausbildungsjahr. Als Mitte März die ersten Maßnahmen hinsichtlich der Corona-Situation ergriffen worden, befand sie sich gerade in der Marketingabteilung in Dorum. Ab dem 11.05. geht es für Anna zurück an den Standort Dorum. Wie sie die Zeit erlebt hat, hat sie im April für uns festgehalten:

Moin Leute!
Ich bin Anna, 21 Jahre alt und mache meine Ausbildung bei der Wilhelm Wähler GmbH. Als Corona alles durcheinander gebracht hat, war ich am Standort Dorum in der Marketingabteilung eingesetzt. Doch leider kann man mache Dinge im Leben nicht vorhersehen und beeinflussen.

Nun arbeiten die Kollegen aus meiner Abteilung als Vorsichtsmaßnahme alle von Zuhause im „Homeoffice“. Auch ich habe Aufgaben von unseren Ausbildern erhalten, die ich selbstständig bearbeiten kann, ohne zur Arbeit fahren zu müssen. Am Anfang hat man die Situation noch gar nicht so wirklich begreifen können, weil man plötzlich während der normalen Arbeitszeit nach Hause geschickt worden ist und erstmal auch nicht wieder kommen sollte. Auch die Berufsschule hat nicht mehr geöffnet. Für mich fühlte es sich fast an, als wenn man man gekündigt worden wäre.
Ich habe sowas noch nie miterlebt und der komplette Alltag hat sich um 180° gedreht.

Jetzt bin ich mittlerweile schon einige Zeit zuhause. Und mein Leben ist wirklich anders als vorher. Vorteilhaft ist auf jeden Fall, dass ich mir die langen Autofahrten nach Dorum sparen kann. Doch von Zuhause arbeiten ist nicht unbedingt so leicht wie man denkt. Man wird schnell durch
Familie und Haustiere abgelenkt (immerhin mein Hund freut sich das alle da sind). Und auch die täglichen Gespräche mit Kollegen fehlen mir. In so einer Krisenzeit bin ich wirklich glücklich darüber, ein „Dorfkind“ zu sein und an die frische Luft zu gehen ohne gleich hundert andere
Menschen zu treffen.

Auch Privat ist man wirklich eingeschränkt. Da wird sogar der Wocheneinkauf für die Großeltern zum absoluten Highlight der Woche. Die meisten meiner Freunde sehe ich nur noch über regelmäßige Videochats und der Corona-Live-Ticker ist spannender, als die Ziehung der Lottozahlen. Man kommt sich vor wie in einem schlechten Film und weiß die ganzen Freiheiten, die wir sonst als selbstverständlich ansehen, wieder zu schätzen.

Uns bleibt wohl nicht anderes übrig, als daheim abzuwarten und Tee zutrinken.
Achja und Hände waschen nicht vergessen!

Liebe Grüße
Anna

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